Linneboden will Leader-Programm voll ausnutzen

Im Gespräch: Ortsvorsteher Franz Linneboden auf seinem Balkon, von dem aus er einen guten Blick auf das Freibad hat.
Im Gespräch: Ortsvorsteher Franz Linneboden auf seinem Balkon, von dem aus er einen guten Blick auf das Freibad hat.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wie über „einen kleinen Lottogewinn“ freut sich Ortsvorsteher Franz Linneboden über den Erfolg des „5verBund“ bei der Leader-Bewerbung. Hirschberg hat viel vor.

Warstein..  Ausgewählte Projekte in den Kommunen Warstein, Rüthen, Anröchte, Erwitte und Geseke werden damit bis 2020 mit insgesamt 2,7 Millionen Euro gefördert (wir berichteten).

„Es ist sehr erfreulich, dass wir ausgewählt worden sind“, sagt Linneboden, der Warstein in der Lenkungsgruppe vertritt, im Gespräch mit der WP, „dabei geht es nicht nur um diese 2,7 Millionen, denn das Leader-Programm öffnet noch weitere Tore.“ So würden Leader-Kommunen auch in anderen Förderprogrammen nach oben rutschen. „Das haben viele Ortsvorsteher nicht verstanden.“

Schulhof umgestalten

Kaum eine andere Ortschaft hat so viele Projektideen eingebracht wie Hirschberg, etwa die Umgestaltung des früheren Schulhofs. „Die Pläne sind fertig, wir könnten sofort loslegen.“ Auch die zukünftige Gestaltung des Freibad-Geländes könnte über das Leader-Programm gefördert werden. Hier sei aber zunächst ein separater Workshop mit allen Beteiligten geplant.

Bis der „5verBund“ richtig Fahrt aufnimmt, würden ohnehin noch einige Monate vergehen, glaubt Franz Linneboden. „Das Ganze muss sich jetzt finden.“ Für die kommende Woche hat die Stadt Geseke, welche die Bewerbung federführend betreut hat, die Mitglieder der Lenkungsgruppe und die Bürgermeister zu einem Gespräch eingeladen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

„Jetzt wird’s ernst“, blickt Bürgermeister Manfred Gödde mit Zuversicht auf die bevorstehenden Gespräche. „Da hat uns Remmel ein schönes Pfingst-Geschenk gemacht, vieles ist machbar“, sagt er, „wir müssen uns jetzt zusammenfinden und die Ideen weiterentwickeln.“ Amtskollegen aus dem Briloner Raum, die schon im vergangenen Förderzeitraum vom Leader-Programm profitierten, seien voll des Lobes gewesen. „Leader gibt uns die Chance, Problemlösungen zu finden, die in Erwitte und Geseke genauso funktionieren wie in Warstein und dem Möhnetal.“

Entwicklungskonzepte für Dörfer

Zu den Leitprojekten mit besonderer Priorität zählt neben Entwicklungskonzepten für Dörfer, einem Tourismus-Masterplan und dem Aufbau eines regionalen Wirtschaftsnetzwerks auch der Innenausbau der früheren Jugendherberge im Bilsteintal.

„Wir freuen uns natürlich über die Zusage“, erklärt Birgit Kraft-Pankoke vom Bilsteintalverein auf WP-Anfrage, „damit sieht es recht gut aus, dass wir unseren Zielen jetzt näher kommen.“ Fördergelder für den Außenbereich könnten über die Bezirksregierung fließen, hofft sie, schränkt aber ein: „Das wird alles nicht heute und nicht morgen passieren.“