Linke will soziale Stimme des Wahlkampfes sein

Sichtigvor..  „Ich fühle mich immer als Warsteiner“ – Diesen Satz sagte Manfred Weretecki am Freitagabend in Sichtigvor – nachdem er von seinen Parteifreunden zum Bürgermeisterkandidaten der Linken gekürt worden war. Taktisch klug gewählte Worte für den Mann, der zwar in Dortmund geboren wurde, aber seit einiger Zeit in Sichtigvor lebt.

Das Miteinander oder eher „Gegeneinander“ der Ortsteile wird eines der zentralen Themen des Wahlkampfes von Weretecki sein. „Wir müssen endlich zum Wohle der Gesamtstadt arbeiten und nicht ständig gegeneinander“, so der 59-Jährige, „ich glaube beispielsweise nicht, dass ein Drogeriemarkt in Sichtigvor in Belecke oder Warstein etwas kaputt machen würde.“ Ebenso wenig könne er es verstehen, dass das Thema „Waldfreibad Hirschberg“ nun so ganz von der Agenda genommen worden sei. „Ich war doch sehr erstaunt über die Haltung der BG in der Freibad-Entscheidung“, blickte Weretecki auf seine Konkurrenten. Mit der BG sei man in vielen Dingen einer Meinung, „mit Jochen Köster ist da sicherlich jemand mein Konkurrent, mit dem man gut zusammenarbeiten kann“, aber: „Der BG geht es immer nur um Einsparungen, das sind wir nicht.“

Kritik an SPD und CDU

Den Wählern eine Perspektive bieten, das möchte die Linke mit der Nominierung ihres eigenen Kandidaten. „Die CDU ist und bleibt eine Steinlobby-Partei und mit der SPD verhält es sich inzwischen ähnlich“, so Weretecki. Er soll nach dem Willen seiner Partei auch die „soziale Stimme des Wahlkampfes sein. „Das fehlt bisher allen Kandidaten.“