Legionellen im Abwasser der Warsteiner Brauerei gefunden

Im Abwasser der Warsteiner Brauerei sind Legionellen nachgewiesen worden. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Im Abwasser der Warsteiner Brauerei sind Legionellen nachgewiesen worden. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Foto: Archivbild: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Im Abwasser der Warsteiner Brauerei sind Legionellen gefunden worden. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass es am Dienstag vom Kreis Soest über den Nachweis des Bakteriums informiert worden sei. Seit dem 10. August sind in Warstein 165 Menschen erkrankt, zwei Menschen starben.

Warstein.. Im Abwasser der Warsteiner Brauerei sind Legionellen nachgewiesen worden. Das teilte ein Sprecher des Warsteiner Unternehmens am Mittwoch mit. Demnach habe der Kreis Soest der Brauerei am frühen Dienstagabend mitgeteilt, dass im Abwasser am Ausgangsbereich des Abwasservorbehandlungs-Beckens Legionellen gefunden wurden.

165 Menschen sind seit Mitte August in Warstein erkrankt, meldet das Gesundheitsamt des Kreises Soest. Zwei Männer sind gestorben. Legionellen können Legionellose auslösen, eine Form ist die sogenannte Legionärskrankheit - eine starke Lungenentzündung. 13 Erkrankte werden nach Auskunft der Krankenhäuser zurzeit noch stationär behandelt, eine Patientin davon auf einer Intensivstation. Nach Angaben von Experten handelt es sich um den ausgedehntesten Ausbruch der Legionärskrankheit in Deutschland.

Auf der Suche nach dem Ursprung der Legionellen-Erkrankungen haben die Behörden hohe Konzentrationen des Bakteriums in der Kläranlage in Warstein gefunden.

Warsteiner Brauerei hat einen Krisenstab eingerichtet

Legionellen-Epedemie in Warstein Die Warsteiner Brauerei hat einen Krisenstab eingerichtet. Die betroffenen Abwasservorbehandlungs-Becken und -Rinnen sollen abgedeckt werden. Die Experten prüfen, wie durch Technik die Legionellen im Bereich Abwasservorbehandlung reduziert werden können.

Das Unternehmen habe ein unabhängiges Institut beauftragt, täglich Proben zu entnehmen und zu analysieren, so ein Warsteiner-Sprecher; das sei auch schon vor dem Nachweis. Außerdem werde der Besucherbetrieb in der Brauerei eingestellt, so lange die Reisewarnung der Stadt Warstein gilt.

Legionellen "Höchste Priorität für die Warsteiner Brauerei ist zum jetzigen Zeitpunkt, alles Mögliche zu unternehmen, um weitere mögliche Risiken für die Gesundheit der Mitarbeiter und der Bürger der Stadt Warstein auszuschließen", erklärte ein Unternehmenssprecher.

Laut einer Mitteilung auf der Homepage des Unternehmens vom 5. September sei es "völlig unbedenklich", die Produkte der Warsteiner Brauerei zu trinken. In der Erklärung heißt es: "Sämtliche von uns eingesetzten Rohstoffe bzw. hergestellten Produkte sind nicht mit Legionellen belastet. Wir bestätigen ausdrücklich, dass alle von uns hergestellten und vertriebenen Produkte den lebensmittel- und gesundheitsrechtlichen Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union entsprechen und in Deutschland als Lebensmittel anerkannt, frei verkäuflich und konsumierbar sind." (moi)