Land braucht Master und Meister

Lippstadt..  Die erfolgreiche Verknüpfung von Studium, Wirtschaft und Forschung stand im Mittelpunkt des Besuchs von Svenja Schulze, NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, bei dem international tätigen Automobilzulieferer Hella und der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL). Vor Ort informierte sich die Wissenschaftsministerin über das duale HSHL-Studium bei Hella und besichtigte mit Studierenden Forschungseinrichtungen auf Firmen- und Hochschulgelände. Lippstadt bildete damit den Startpunkt ihrer Hochschultour zur Durchlässigkeit zwischen Studium und Beruf.

Ob duales Studium, bei dem bis zur Hälfte der Regelstudienzeit im Partnerunternehmen verbracht wird, Praxissemester, Projekt- oder Abschlussarbeiten – die Verzahnung von Theorie und Praxis bei Hella und der Hochschule ist vielfältig. Einblicke hierzu aus erster Hand erhielt die Ministerin im Austausch mit vier HSHL-Studierenden und Absolventen der Studiengänge Materialdesign – Bionik und Photonik sowie Wirtschaftsingenieurwesen. Der praktische Bezug des Studiums helfe bei Berufsorientierung und späterer Berufswahl, so die vier einhellig. Dies ist einer der Gründe, warum in allen HSHL-Bachelorstudiengängen ein obligatorisches Praxissemester vorgesehen ist.

34 junge Frauen und Männer studieren zurzeit dual bei Hella, acht Studierende unterstützt das Unternehmen mit einem Stipendium, weitere arbeiten an Projekt- und Abschlussarbeiten.

„Studium und Berufsausbildung sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Nicht zuletzt wegen der demografischen Entwicklung werden wir jedes Talent brauchen: Master und Meister. Wichtig ist daher eine Debatte über die Durchlässigkeit zwischen Studium und Beruf, über die Anerkennung von Leistungen in den unterschiedlichen Ausbildungssystemen und Berufszweigen, damit junge Menschen den beruflichen Weg gehen, der am besten zu ihnen passt. Vom wechselseitigen Austausch des vorhandenen Wissens profitieren auch die Hochschulen und die Unternehmen in unserem Land“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Inoovationen aktiv mitgestalten

Einen Schwerpunkt des Besuchs bildete die Besichtigung des Forschungsinstituts für Lichttechnik und Mechatronik L-LAB. Das von Hella und der Universität Paderborn getragene Institut setzt seine Schwerpunkte in der Entwicklung zukünftiger Lichtsysteme. Dazu zählt nicht nur Grundlagenforschungen zur visuellen Wahrnehmung, sondern auch die Entwicklung von Prototypen. Studierende erhalten dabei die Möglichkeit, Lichtsysteme der Zukunft im Rahmen von Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen aktiv mitzugestalten. Weiterhin beteiligen sich Mitarbeiter des L-LAB am Lehrangebot der Universität Paderborn sowie der Hochschule Hamm-Lippstadt.