Kunst schafft ohne Worte Verständnis

Finissage in der Volksbank Warstein: Freundschaft - Amitié
Finissage in der Volksbank Warstein: Freundschaft - Amitié
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zu einer Finissage – einem gemeinsamen Abschluss der Ausstellung „Freundschaft - Amitié“ -– hatten die Warsteiner Europafreunde die heimischen Künstler eingeladen. Bevor die Kunstwerke abgehängt wurden, zog WEF-Vorsitzende Birgit Wüllner Bilanz.

Warstein..  Eine bessere Gelegenheit, die Ausstellung von französischen und deutschen Künstlern zum Thema „Freundschaft – Amitié“ noch einmal Revue passieren zu lassen, konnte es gar nicht geben: Zu einer Finissage – einem gemeinsamen Abschluss der Schau – hatten die Warsteiner Europafreunde die heimischen Künstler eingeladen. Bevor die Kunstwerke abgehängt wurden, zog WEF-Vorsitzende Birgit Wüllner Bilanz der erfolgreichen Präsentation.

Als etwas ganz Besonderes bezeichnete Birgit Wüllner die Finissage, die nochmals zahlreiche Künstler in die Galerie der Volksbank gelockt hatte. „Ein großer Teil der Künstler kann nicht kommen, da er extra aus Frankreich anreisen müsste“, betonte die WEF-Vorsitzende, welche die Ausstellung gemeinsam mit der Warsteiner Künstlerin Marita Mues organisiert hatte, den besonderen Charakter von „Freundschaft – Amitié. „Ich habe den Eindruck einer sehr erfolgreichen Ausstellung.“ Durch diese sei wieder ein Akzent gesetzt worden, dass eine Städtepartnerschaft auch Frieden stiftet.

Das zeige sich nicht nur in der Vielfalt der Kunstwerke – ein besonderer Glücksfall war es, dass, passend zum Jubiläum der Städtepartnerschaft, genau 50 Bilder ausgestellt werden konnten – sondern auch in den Besucherzahlen und daran, dass verschiedene Bilder länderübergreifend den Eigentümer wechselten. „Ich glaube, dass noch mehrere Wünsche da sind, etwas zu kaufen. Wir haben uns auch selbst ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht und es gab noch sehr, sehr viele Bilder, die mir gefallen haben.“

Imagegewinn für beide Seiten

Der Dank Birgit Wüllners galt der Volksbank, sei man doch kein einfaches Klientel mit mehreren Sonderwünschen – wie der Öffnung der Ausstellung während der Erlebnismeile zum Jubiläumsfest der Städtepartnerschaft im August – gewesen. „Es war immer was los. Das war ein Imagegewinn für beide Seiten“, betonte die Vorsitzende.

So begeistert waren die französischen Freunde von der Ausstellung, dass zu den Jubiläumsfeierlichkeiten in St. Pol ebenfalls eine Bilderpräsentation geplant ist. „Weil der Erfolg und das Interesse so groß waren, möchten die St. Poler auch eine Ausstellung zusammenstellen, allerdings wahrscheinlich im Museum“, informierte Franz-Josef Berghoff. „Die Franzosen würden auch gerne Bilder von hier übernehmen und ausstellen.“ Dafür müsste dann nochmals Kontakt mit den Warsteiner Künstlern hergestellt und der Transport organisiert werden.

Was sie besonders an der Gemeinschaftsausstellung fasziniert hatte, erläuterte Antje Prager-Andresen: „Der Gedanke der Freundschaft zwischen zwei Ländern ist etwas, das man nur unterstützen kann – vor allem mit Blick auf die schlechten Nachrichten in den Medien. Hier wird nicht problematisiert, sondern das Thema auf eine leichte, schöne Art angesprochen.“ Gleichzeitig würden für die Künstler durch die länderübergreifende Ausstellung auch viele Türen in Frankreich geöffnet.

Verbindung von Italien und England

Dafür, dass die Partnerstädte immer weiter zusammenwachsen, führte Birgit Wüllner ein weiteres Beispiel an: So werden nicht nur die Freunde aus Hebden Bridge und Pietrapaola ebenfalls bei den Jubiläumsfeierlichkeiten in St. Pol im Mai anwesend sein, „wir haben auch erfahren, dass ganz viele Pietrapaolesen in der Nähe von Hebden Bridge leben. Das wird unseren Horizont noch ein wenig erweitern können.“ – Und auch die Warsteiner Partnerstädte untereinander enger aneinander binden.