Kulturinitiative Warstein - Basis für gutes Stadtmarketing

der Vorstand der Ki Warstein. vorne links Michael Römer.
der Vorstand der Ki Warstein. vorne links Michael Römer.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ein erfolgreiches, aber auch arbeitsintensives Jahr liegt hinter der Kulturinitiative (Ki) Warstein. Jetzt wurde Bilanz gezogen.

Warstein.. Ein erfolgreiches, aber auch arbeitsintensives Jahr liegt hinter der Kulturinitiative (Ki) Warstein. Ein positives Fazit zog Ki-Vorsitzender Michael Römer bei der Jahreshauptversammlung in der Domschänke.

Ein Erfolg, der dem starken Team im Hintergrund zu verdanken ist. Denn die zahlreichen Arbeitsschritte, von der Werbung über technische Planung und Bühnenaufbau, bis hin zu einer Veranstaltung tun sich nicht von allein. Umso erfreulicher war die erfolgreiche Organisation von rund 17 Aufführungen in den vergangenen zwölf Monaten – damit ist 2014 das bisher veranstaltungsreichste Jahr: „Eigen- und Kooperationsveranstaltungen verschwimmen immer mehr, deshalb ist auch mit einem weiteren Zuwachs zu rechnen“, so vermutete der Vorstand.

Einige besondere Kulturabende hob Römer im Rückblick hervor. So hat die Kulturinitiative etwa Kabarettist Frederic Hormuth und das Quintett „BlueNotes“ in die Neue Aula geholt. Ein volles Haus habe es auch bei „Rio – The Voice of Elvis“ im Januar 2014 gegeben, ebenso erfolgreich habe sich die Kooperation mit Mixed Voices und den Belecker Laienspielern erwiesen. Auch der im April präsentierte „Räuber Hotzenplotz“ wurde als einer der Höhepunkte herausgestellt.

Vertrauen hat die Stadt der Kulturinitiative nun mit einem Vertrag, der ihr die städtische Aufgabe des Managements der Aula überträgt, entgegen gebracht: „Es liegt in unserer Verantwortung, welche Veranstaltungen stattfinden, dass alles organisiert ist“, so erläuterte der 2. Vorsitzende Werner Braukmann. „Gute Kulturabende sind eine Bereicherung für die gesamte Stadt, sie werfen eine positive Ausstrahlung über die Stadt hinaus – Kultur ist ein Baustein für gutes Stadtmarketing.“

Schatzmeister Rolf Jesse stellte im Anschluss seinen Kassenbericht vor und erläuterte, derzeit zähle die Kulturinitiative 212 Mitglieder. „Wir werden auf diesem Wege gut weiter machen können“, resümierte Jesse und Braukmann fügte hinzu: „Kultur ist üblicherweise ein Subventionsgeschäft; wir freuen uns, dass wir Kultur hier in Warstein relativ günstig anbieten können.“

Respekt vor der Arbeit Rolf Jesses sprachen die beiden Kassenprüfer Hubertus Jesse und Roger Diemke aus.

Glanzlichter gesetzt

Glanzlichter setzte die Ki auch bereits in diesem Jahr, etwa mit dem Stück „Fight Club und mit Rezitator Oliver Steller: „Da ist ganz schön hohe Qualität auf der Bühne, sicherlich war Steller nicht das letzte Mal bei uns“, fasste der Vorstand die gelungenen Veranstaltungen zusammen. Über 300 Aktive holte die Kulturinitiative im Rahmen des Konzertes „Warstein singt“ von zehn Warsteiner Chören in die Neue Aula: „Solche Veranstaltungen haben eine Strahlwirkung, hoffentlich können wir das nächste Mal wirklich ganz Warstein zusammenführen“, so Braukmann.

Mit Jan-Josef Liefers wird in der nächsten Woche erstmals „Prominenz in die Provinz“ kommen, freute sich der Vorstand. Es gebe bereits Gespräche für eine vergleichbare Veranstaltung in 2016; eventuell soll einmal im Jahr ein Highlight mit Prominenz ins Haus geholt werden.

Auch eine Vorschau auf zukünftige Termine gab es bereits, so wird am 17. Mai der Autosharp Singer Alexandre Zindel ins Haus Kupferhammer kommen, am 22. Mai feiert die kfd mit „Frieda Braun“ in der Aula 90-jähriges Bestehen. Das Schauspielhaus Bochum wird am 19. September mit „Tribute to Johnny Cash“ mit „hochrangigen Schauspielern und einer großen Inszenierung“ nach Belecke kommen, kündigte Braukmann an. Im Oktober wird außerdem das Prinzregententheater aus Bochum „Tschick“ von Herrndorf präsentieren. „Wir sind immer bestrebt, Neues auf die Bühne zu bringen“, so Michael Römer.

Auch werde derzeit über ein Konzept für Jugendvorstellungen nachgedacht, so etwa über Kinovorstellungen in der Neuen Aula.

1016 Eintrittskarten hat die Kulturinitiative im vergangenen Jahr verkauft, dabei seien durchschnittlich 100 Leute bei einer Veranstaltungen gewesen; die Konzerte mit Mixed Voices und Rio seien mit 400 Gästen oder mehr am besten angenommen worden.