Krisen-Gutachten liegt noch nicht vor

Kreis Soest/Warstein..  Das Gutachten, das der Kreis Soest in Auftrag gegeben hat, um die Kommunikation des Krisenstabes während der Legionellen-Krise zu untersuchen, steht nach wie vor aus.

Nachdem der Kreisausschuss im Februar die Vergabe des nicht unumstrittenen Gutachtens beschlossen hatte, hatten sich bis Mitte des vergangenen Jahres mehrere potenzielle Bewerber gemeldet, die das Gutachten erstellen wollten. Der Auftrag wurde mittlerweile vergeben; ein Ergebnis liegt allerdings noch nicht vor. Laut Bekanntmachung auf dem Vergabemarktplatz des Landes Nordrhein-Westfalen im Internet sollen die Arbeiten innerhalb von fünf Monaten fertig gestellt sein.

Das Gutachten dient ausdrücklich nicht der Ursachenforschung, sondern der „neutralen Nachbetrachtung der gesamten Situation“, wie Kreisdirektor Dirk Lönnecke es wiederholt betonte. Die Erkenntnisse des Gutachtens sollen helfen, die Strukturen innerhalb eines Krisenstabs zu überprüfen und für künftige Großlagen dieser Art zu optimieren. 100 000 Euro soll das gesamte Gutachten kosten – 50 000 Euro davon werden durch einen Zuschuss des NRW-Umweltministeriums gedeckt. Die andere Hälfte trägt der Kreis Soest. Insbesondere dieser Punkt der Finanzierung hatte immer wieder für Diskussionen gesorgt.

Sobald die Ergebnisse des Gutachtens vorliegen, möchte der Kreis die Öffentlichkeit informieren: „ Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die Erkenntnisse des Gutachtens der Bevölkerung umfassend mitteilen“, sagte Kreis-Sprecherin Franca Großevollmer auf Anfrage der WP.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE