Das aktuelle Wetter Soest 12°C
Kreisschützenfest in...

Kreisschützenkönig tanzte vor Freude

18.09.2011 | 16:30 Uhr
Kreisschützenkönig tanzte vor Freude
Kreisschützenfest Rixbeck: Alle Teilnehmer am Vogeschießen auf einen Blick.

Rixbeck.Der Männerschützenverein Anröchte stellt den 26. Kreisschützenkönig im Kreisschützenbund Lippstadt. Karl-Heinz Klaus ist der erfolgreiche Schütze, der sein Glück zuerst gar nicht fassen konnte.

Da musste er nach seinem Treffer, dem 185. im vierten Durchgang, erst einmal genauer hinsehen: Tatsächlich fiel der Rest des mächtig gespaltenen Rumpfes aus dem Kugelfang, womit nach nur knapp anderthalb Stunden der Kampf um die 26. Kreiskönigswürde beendet war. Ein Aufschrei auf Rixbecks Wiesen und großer Beifall von allen Seiten. Der neue Kreiskönig tanzte vor Freude.

Dabei war das 26. Schießen um die Kreiskönigswürde mit seinen 59 angetretenen Schützenkönigen anfangs nicht wirklich spannend gewesen. Erst beim 170. Schuss, als sich der Rumpf bewegte und später der gesamte linke Flügel durch den Suttroper Schützenkönig Uwe Schledde fiel, kam Bewegung in die Angelegenheit. Ansonsten hielten die Schützenkönige immer auf die gleiche Stelle am Rumpf, so dass Moderator Lars Walter, Sohn des Rixbecker Europaschützenkönigs von 1986, kommentierte: „Ihr schießt alle in das gleiche Loch, kann man das Gewehr auch bewegen?“

Dass man das kann, hatten die ersten Schützen bewiesen. Gleich beim Ehrenschuss durch (Noch-)Kreiskönig Jörg Sandler von den Rüthener Jungschützen war die Krone gefallen. Danach holte sich Toni Bertels vom Schützenverein Kellinghausen das Zepter und Heinrich Klein vom Schützenverein Bökenförde mit seinem vierten Schuss den Apfel. Die Insignien waren schnell vergeben. Es folgte ein langes, aber faires Tauziehen um den Rest des weißen Wappenvogels mit seinen schwarzen Fittichen auf schwarzen Grund. Nach rund 50 Minuten und dem 100. Schuss rief Walter ins Mikrofon: „Keine 20 Schuss mehr!“ Doch 75 sollten es noch werden.

Das Kreiskönigsschießen und den Festzug zum 5000 Quadratmetern großen Zeltplatz begleiteten zwei Tambourcorps und Blaskapellen. Die Vereine und Bruderschaften trugen 110 Fahnen, an der Spitze die Kreisstandarte, auf den Festplatz.

Dicht an der Kreiskönigswürde war am Ende des Rennens in der 4. Runde Rixbecks Schützenkönig. Walter: „Ich will hier nicht parteiisch sein, aber Werner, gib alles!“ Doch Rixbecks König Werner Nolte brachte den Kampf auch nicht zum Ende. Auch nicht der folgende Schuss von Markus Giesecke vom Schützenverein Langenstraße-Heddinghausen-Eickhoff. Auch er hätte es sein können, genau wie Jürgen Müller von der St. Hubertus Bruderschaft der Bürgerschützen Rüthen. Müller zielte genau, doch die Patrone, die Schießmeister Werner Heinrichsmeier sorgsam eingelegt hatte, verfehlte knapp das Ziel, löste aber das letzte Stück, das mit dem nächsten Schuss dann der Anröchter König Karl-Heinz Klaus aus den Kugelfang holte. Zur Kreiskönigin nahm sich der sichtlich erfreute Kreiskönig seine Ehefrau Edeltraud.

Friedrich Vorsthoven

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Lippstadt steht Kopf
Video
Herbstwoche
Markt der Unternehmerinnen
Video
Frauen-Netzwerk Hellweg
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5074544/create

Aktuelle Fotos und Videos
Mit der WLE unterwegs
Bildgalerie
Mitgefahren
Segwaypolo German Masters
Bildgalerie
Segwaypolo
Kraft-Wahlkampf in Soest
Bildgalerie
NRW-Wahl
Schulfest der Nikolausschule
Bildgalerie
Schulfest
Aus dem Ressort
Zu schnell auf nasser Straße
Frontal gegen Lkw
Glück im Unglück hatte am Donnerstagabend ein 19-jähriger Polo-Fahrer aus Rüthen. Er war gegen 18.15 Uhr auf der Kellinghauser Straße in Richtung Lippstadt unterwegs. In einer Rechtskurve rutschte sein Polo auf der regennassen Straße auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte der Pkw frontal mit einem
71-Jähriger mit Pkw 400 Meter von Eurobahn mitgeschleift
Bahnunfall
Der Fahrer eines Pkw aus Ense im Kreis Soest hatte keine Chance. Der 71-Jährige wurde mit seinem Auto an einem Bahnübergang zwischen Westönnen und Werl von einer heranfahrenden Eurobahn erfasst und 400 Meter mitgeschleift. Die Feuerwehr schnitt den Toten aus dem Fahrzeugwrack.