Koop-Angebote von Schulen und Jugendamt ausbauen

Kindergarten St. Petrus
Kindergarten St. Petrus
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine umfangreiche Darstellung dessen, was im Bereich Kinder- und Jugendarbeit im Stadtgebiet geleistet wird, stellt der Kinder- und Jugendförderplan dar. Für die Jahre 2014 bis 2020 wurde dieser vom Jugendhilfeausschuss beschlossen.

Warstein..  Eine umfangreiche Darstellung dessen, was im Bereich Kinder- und Jugendarbeit im Stadtgebiet geleistet wird, stellt der Kinder- und Jugendförderplan dar. Für die Jahre 2014 bis 2020 wurde dieser vom Jugendhilfeausschuss beschlossen. Dieser Förderplan ist Voraussetzung für die Gewährung von Landesmitteln. Dass dieser Plan nicht fest zementiert sei für die Dauer der Wahlperiode des Rates, betonte Ausschussvorsitzender Bernd Belecke. „Wir müssen uns nicht festlegen und können uns im Bereich Jugendhilfe auch weiterentwickeln. Wir müssen offen bleiben in allen Bereichen.“

Wertschätzung des Ehrenamtes

Das Bestreben der Stadt sei es, die Angebote im Stadtgebiet, die man vorhalte, in der jetzigen Form zu sichern, erläuterte Jugendamtsleiterin Jutta Heinert. Gleiches gilt für die jetzige Finanzierung. „Wir wären erfreut, wenn unsere Angebote auch weiterhin so durchgeführt werden können“, betonte sie die große Wertschätzung der ehrenamtlichen Angebote.

Festegelegt ist, dass die Initiativen und Vereine weiterhin Unterstützung durch die Förderung nach den Förderrichtlinien der Stadt Warstein finden, ebenso wie die bisher geförderten Einrichtungen, wie die Kinder- und Jugendtreffs in Warstein und Belecke. Gemeinsame Angebote in der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schulen sollen ausgebaut und konzeptionell weiterentwickelt werden.

Kindpauschale

Abgesegnet hat der Jugendhilfeausschuss den Vorschlag der Stadtverwaltung, als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe rückwirkend ab dem 1. Januar 2015 für die Betreuung von Kindern aus anderen Jugendamtsbezirken von dem zuständigen Jugendamt, in dessen Wirkungsbereich der Wohnsitz des Kindes liegt, einen Kostenausgleich zu verlangen.

Hintergrund ist, dass mit der zweiten Änderung beim Kinderbildungsgesetz (KiBiz) die Möglichkeit des „Interkommunalen Ausgleichs“ für die Betreuung von Kindern, die außerhalb des Jugendamtsbezirkes wohnen, geschaffen wurde. Werden Kinder in einer Tageseinrichtung betreut, die nicht im Jugendamtsbezirk des Wohnsitzes des Kindes liegt, hat das Jugendamt der aufnehmenden Kommune Anspruch auf einen Kostenausgleich. Dieser beträgt 40 Prozent der Kindpauschale.

Nachdem die Stadt Lippstadt, die Stadt Soest und der Kreis Soest den interkommunalen Ausgleich beschlossen haben, will die Stadt Warstein nun rückwirkend ebenfalls von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, um eine einseitige finanzielle Belastung zu vermeiden.

Zwei Kinder aus anderen Städten

Aktuell besuchen fünf Kinder aus dem Stadtgebiet Warstein Kindertageseinrichtungen im Bereich des Kreisjugendamtes und zwei gemeindefremde Kinder eine Tageseinrichtung im Stadtgebiet Warstein. Für die fünf Kinder sind vom Jugendamt Warstein jährlich rund 15 600 Euro an den Kreis Soest zu zahlen. Dem gegenüber stehen Einnahmen für die zwei Kinder aus anderen Jugendamtsbezirken in Höhe von rund 5000 Euro.