Königspost

Cremefarbenes Briefpapier, ein dazu passender Umschlag und der gute Füllfederhalter, der wohl seit der vierten Klasse nicht mehr benutzt wurde – wozu ich diese Utensilien brauchte? Meine Vorliebe für die englische Königsfamilie ist mal wieder mit mir durchgebrannt. Gestern wurde Queen Elizabeth II. 89 Jahre alt – unter ihrer sicherlich zahlreich eingetrudelten Geburtstagspost befindet sich auch ein cremefarbener Umschlag aus dem Sauerland. Ja, ich hab der englischen Königin zum Geburtstag gratuliert.


Wie das richtig geht, verrät der königliche Haushalt auf seiner eigenen Homepage: Man kann (muss aber nicht!) die gute Frau mit „Madam“ ansprechen und den Brief beschließen mit – halbwegs annäherend übersetzt – „Ich habe die Ehre, Ihr treuer und ergebener Diener zu sein“. Habe ich alles nicht so wörtlich genommen; ich habe ihr gratuliert, eine Parallele zu meiner Omma gezogen und hoffe jetzt auf eine königliche Antwort. Die soll es nämlich tatsächlich immer geben: Drei Hofdamen – übrigens im selben rüstigen Alter wie ihre Chefin – beantworten die Post der Queen. Ich gebe zu, die Aussicht auf einen Umschlag mit der englischen Krone darauf mag der Hauptgrund für meine Geburtstagswünsche gewesen sein.