Kletterangebot bringt Touristen nach Warstein

Mit einer Warstein-Zeichnung verabschiedet der Verein Warstein Touristik den langjährigen Geschäftsführer Wolfgang Heppekausen.
Mit einer Warstein-Zeichnung verabschiedet der Verein Warstein Touristik den langjährigen Geschäftsführer Wolfgang Heppekausen.
Foto: Manfred Böckmann / WP
Was wir bereits wissen
Zum letzten Mal berichtete Wolfgang Heppekausen als Geschäftsführer von Warstein Touristik. Künftig wird der Bereich neu aufgestellt.

Warstein..  „Seit Osterdienstag bin ich offiziell im Ruhestand“, meinte Wolfgang Heppekausen. Das Wort „offiziell“ betonend, denn – natürlich – kümmerte er sich auch ohne Schreibtisch im Rathaus noch um den Besuch der französischen Freunde. Und auch sein Amt als Geschäftsführer von Warstein Touristik e.V. übte er zunächst weiter aus – und erstattete folglich in der Jahreshauptversammlung Bericht.

„Bis gestern“, so Heppekausen, habe er den Geschäftsführerposten gehabt, dann sei auch das Geschäftsjahr 2014 von den Kassenprüfern für fehlerfrei erklärt worden: „Das ist halt so, wenn man noch keinen Nachfolger hat“. Das Thema Touristik und Stadtmarketing soll bekanntlich neu aufgestellt werden.

Gastgeberbroschüre gefragt

In seinem Jahresbericht erinnerte Heppekausen daran, dass die Gastgeberbroschüre wie jedes Jahr aktualisiert wurde. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Brauerei und den heimischen Kreditinstituten. Hinzu kamen weitere Anzeigen, so dass der Verein mit 5500 Euro wie geplant rund die Hälfte der Kosten geschultert hat. Anzeigen, „in der Heimartregion der meisten Urlauber“, wurden 2014 nur im Frühling geschaltet. Wobei die Insertionen offenkundig erfolgreich sind: „Da geht anschließend ‘ne Menge raus“, berichtete Heppekausen über die Broschüren-Nachfrage.

Zudem wurden zwei Zielgruppen-Prospekte („Hoch hinaus – Informationen zum Klettergebiet Hillenberg in Warstein“ und „Ansichten und Aussichten – Wandern rund um den Lörmecke-Turm“) erarbeitet – für rund 2500 Euro. Das Kletterangebot stoße auf großes Interesse in Westdeutschland, Niedersachsen, den Niederlanden und Belgien – was die Autoschilder in der Umgebung dokumentierten.

Ein neuer Stadtplan wurde aufgelegt, bei dem leider weniger Anzeigen als geplant geschaltet worden seien. Am Ende leistete der Verein dort einen Kostenzuschuss in Höhe von rund 600 Euro. Ein „akzeptabler Betrag“, 3700 Euro, sei in Lkw-Planen zur Stadtwerbung investiert worden. Die Spedition Müller hatte das Angebot gemacht, auf das man gerne zurückgriff – die Reaktionen seien positiv. „Das sieht sehr einladend aus“, meinte auch Vorsitzender und Bürgermeister Manfred Gödde.

Der Möhnetal-Radweg komme sehr gut an, bilanzierte Wolfgang Heppekausen – der zugleich daran erinnerte, dass die Aktion „Anradeln“ bei der fünften Auflage aufgrund widriger Witterung abgebrochen werden musste. Gleichwohl wird in Warstein zunehmend geradelt: „Seit das E-Bike Einzug gehalten hat, wird Warstein für Radfahrer attraktiver.“

Heppekausen dankte abschließend für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte „eine glückliche Hand bei der Tourismusförderung zum Wohle der Stadt“.

Über 30 Jahre habe er in dessen Dienst gestanden, erinnerte Vorsitzender Manfred Gödde, „dabei hat der Tourismus immer eine wichtige Rolle gespielt“. Der Bereich sei in Warstein mit dem Namen Heppekausen verbunden. Es habe „phantastische Jahre“ mit Aktionen gegeben, deren Umsetzung „wir uns heute nicht mehr erlauben können“.

Eine der schönsten Städte

Gödde erinnerte an „phantastische Hansetage“, wo man sich als „eine der besten und schönsten Städte“ präsentierte. Kurz: „Du hast für das Bild nach außen das Beste gegeben“. Gödde wünschte Heppekausen alles Gute für die Zukunft, noch viele Kilometer als Wanderer und viele Begegnungen. Als Dank gab es die Zeichnung mit dem Motto „Grüne Stadt mit Zukunft“.