Klau-Kids tricksen Passanten am Geldautomaten aus
26.07.2012 | 17:04 Uhr 2012-07-26T17:04:00+0200
Soest/Lippstadt/Dortmund. Kinder-Diebe oder auch Klau-Kids zieht es mittlerweile auch aufs Land. Die Jungen und Mädchen, die bis zu 30 Diebstähle pro Tag begehen, werden von organisierten Banden nach Deutschland eingeschleust. Ihre „Tatorte“ sind Fußgängerzonen, Volksfeste und Bahnhöfe.
Klein, schlank, schwarze Haare. So stehen die beiden Kinder plötzlich vor der 59-jährigen Lippstädterin, als sie an der Postbankfiliale ihre PIN-Nummer in den EC-Automaten tippt. Das Mädchen hält der überrumpelten Frau eine „Spendenliste“ vor das Gesicht. Der Junge zupft an der Kleidung der Postkundin, schiebt sie zur Seite. Nur mit großer Mühe wird die Frau das aufdringliche Duo los. Um ungestört Geld abheben zu können, wechselt die 59-Jährige in den Schalterraum der nahen Bank am Lippertor. Hier bemerkt sie dann, dass die Kinder 1000 Euro von ihrem Konto abgehoben haben.
Für die Polizei im Kreis Soest sind das 13-jährige Mädchen und der 11-jährige Junge, die höchstwahrscheinlich aus Rumänien kommen, keine Unbekannten. Polizeipressesprecher Winfried Schnieders: „Nach unseren Erkenntnissen gehören die beiden Minderjährigen zu einem Clan, der sich überwiegend im Ruhrgebiet aufhält.“ Einige Spuren führten in die Stadt Dortmund. Bei ihren „Aktivitäten“ im Kreis Soest werden die 13- und der 11-Jährige von zwei „größeren Mädchen“ beaufsichtigt, die beim Eintreffen der Polizei flüchten.
Täter schweigen
Winfried Schnieders: „Die beiden Kinder sind seit März 2012 in vielen Städten des Sauerlandes, in Ostwestfalen, im Münsterland und im Ruhrgebiet bei Trickdiebstählen in Fußgängerzonen und an Geldautomaten aufgefallen. Obwohl die Polizei ihnen „mehrere Diebstähle und Diebstahlsversuche “ nachweisen kann, schweigt das Duo bei seiner Befragung beharrlich. Nur ihr angebliches Alter geben sie preis. Keine Angaben zu den Eltern, zum Aufenthalts- oder Wohnort. Auch das Handy, das die Kinder bei sich haben, bringt die Beamten nicht weiter. Wenn die Kripo die Nummern auf dem Handy anwählt, ist nur immer die Stimme eines rumänischen Anrufbeantworters zu hören.
Nach der Polizeibefragung nimmt sich das Jugendamt der beiden strafunmündigen Kinder an und bringt sie in eine Jugendschutzeinrichtung. Noch am selben Tag verschwinden sie spurlos. Am Sonntag greift die Bundespolizei die 13- und den 11-Jährigen im Intercity von Dortmund nach Münster auf. Wieder werden sie in einem Wohnheim untergebracht, flüchten aber auch hier nach wenigen Stunden. Winfried Schnieders: „Wir müssen davon ausgehen, dass die Kinder bereits wieder unterwegs auf Diebestour sind.“
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Tja. Und wenn man denen im Affekt eine klatscht, weil sie einen das Geld klauen wollen, macht man sich selber noch strafbar... das ist auch paradox.
19:57
Wenn uns die Polizei nicht mehr schützen kann, hilft nur noch eine Bürgerwehr !
wir sind hier nicht in den USA und das ist gut so !
19:56
Mir scheint, es wird Zeit, Bürgerwehren zu gründen...
Gegen diese Bürgerwehren müsste die Polizei einschreiten, mit Recht !
19:50
Meint der Autor des Artikels, dass ich im Fall der Fälle, die Täter zu Opfern werden lassen darf?
Wenn der Staat das Gewaltmonopol für sich in Anspruch nimmt, hat er für die Sicherheit der Bürger zu sorgen, sonst fängt das mit Selbsthilfegruppen an
19:46
Hauptsache, die Politiker, die uns das eingebrockt haben sitzen in ihren Gated Communities mit eigenem Wachdienst.
19:29
"Täter sind selbst Opfer" würde es heißen wenn sie an mich geraten.
18:55
Da diese "Kinder" ausschließlich (so verstehe ich den Artikel) zur Verübung von Straftaten nach D kommen, ist auch eine Abschiebung innerhalb der EU möglich.
(Quelle: EuGH) : Eine Ausweisung aus zwingenden Gründen der öffentlichen Sicherheit setze voraus, dass "das Verhalten des Betroffenen eine tatsächliche und gegenwärtige Gefahr darstellt, die ein Grundinteresse des Aufnahmemitgliedstaates berührt".
Das Problem dürfte ihre Minderjährigkeit sein und die Tatsache, dass sie verschweigen, woher sie ursprünglich kommen und wo sie in der BRD ihren Unterschlupf haben. Höchstfrustrierend für die Polizei, von der sie zwar immer und immer wieder gefasst und in Jugendhilfeeinrichtungen gebracht werden, aber aus denen sie problemlos ungehindert verschwinden und weiterklauen können. Sie richten über die Kosten ihrer offenbar sinnlosen Verfolgung und Unterbringung einen erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden an. Darüber hinaus schädigen sie ihre - oft hilflosen Opfer - sowohl finanziell als auch psychisch. Bürger zahlen Steuern und haben ein Recht darauf, weitgehend vor kriminellen Machenschaften geschützt zu werden. Egal, wie jung die rücksichtslosen Täter sind, egal, woher sie kommen. Besteht Wiederholungsgefahr, was offenbar der Normalfall ist, muss sich unser Staat einen Weg finden, uns zu schützen - notfalls mit unverzüglicher Abschiebung. Wir tolerieren uns in Grund und Boden.
18:41
Ist ja schön, dass ich in großer Gesellschaft bin, der User mit Kommentar, den der Moderator geblockt hat.
Aber mal im Ernst, mein Mitleid hält sich noch in Grenzen und die Tat sollte man auch nicht verharmlosen.
Ist ja ganz lustig, dass der Innenminister Jäger für die Presse den Märchenonkel spielt und aus seinem Fantasien berichtet, aber er hat auch eine Aufgabe in diesem Land. Also soll er sich mal Gedanken machen, wie man das riesige Problem der ständig steigenden Eigentumsdelikte in den Griff bekommt.
Hilfsreich wäre z. B. mehr Fußstreifen in den Städten, die auffällige Kinder und Jugendlichen mal kontrollieren...mehr Autokontrollen von Kleinbussen mit osteuropäischen Nummernschildern, die voll mit Kindern sind... ach was schreibe ich hier, ich will dem Jäger ja nicht helfen, der soll mal selber auf was sinnvolles kommen, dafür bezahlen wir NRW-Steuerzahler den.
18:28
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18:19
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