Kinder für Gefahren des Internets sensibilisieren

Rüthen..  Für einen vernünftigen Umgang mit den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram, aber auch mit Whats App stehen die neuen Multiplikatoren des Friedrich-Spee-Gymnasiums ein. Zum Thema Mediensicherheit, aber auch Suchtprävention, etwa bei Computerspielen, aber auch Alkohol, haben sie eine Schulung gemacht, beraten jüngere Schüler beim Thema Sicherheit im Medienalltag, stellen eine Brücke zwischen Lehrern und Schülern dar.

Kein Ersatz für Freunde

„Sensibilisieren Sie ihre Kinder für den richtigen Umgang mit dem Internet“, appellierten die Schüler im Rahmen einer Info-Veranstaltung und räumten gleichzeitig mit dem Vorurteil auf, dass Jugendliche über die Kommunikation im Netz oft die Wirklichkeit vergessen. „Whats App ist nur eine Unterstützung für den persönlichen Kontakt, aber kein Ersatz“, betonte Klaas. Auch mit der Selbstdarstellung im Netz gehen die Multiplikatoren vernünftig um „Ich bin nicht so eine, die jede Woche etwas posten muss. Mein Profilbild habe ich seit einem Jahr nicht gewechselt“, fügte Anna hinzu.

Die jüngeren Benutzer von Facebook und Co. auf einen vorsichtigen Umgang mit den Medien hinzuweisen, sei schon daher wichtig, da es immer schwieriger werde, Kinder beim Surfen im Internet zu kontrollieren, führte Burkhard Pukrop, bei der Kreispolizeibehörde Soest für Sucht- und Gewaltvorbeugung sowie Mediensicherheit zuständig, aus. Das Problem: Statt des Computers kommt immer mehr das Smartphone bei der Mediennutzung zum Einsatz. Für die Jugendlichen ein Mittel der Kommunikation und Selbstdarstellung ebenso wie der Beziehungspflege. „Mir hat mal eine Schülerin gesagt, dass es für sie dazugehört, abends über Facebook allen Freunden Gute Nacht zu sagen.“

Nicht zu viel von sich preis geben ist es, was die Multiplikatoren raten. Denn gerade Facebook, das inzwischen auch Whats App und Instagram, eine Plattform, auf der Fotos und Videos mitgeteilt werden können, gekauft hat, wertet Daten massiv für kommerzielle Zwecke aus. „Mit 60 Likes kann man einen Menschen besser einschätzen als dies seine Freunde können“, erläuterte Pukrop . Und: Was einmal ins Netz gestellt wurde, verschwindet nicht – auch wenn es vielleicht im Laufe der Jahre schwieriger zu finden ist. „Man muss über die Gefahren des Internets sprechen und sollte Spam und Werbefenster vermeiden“, appellierten die Jugendlichen. „Und machen Sie sich keine Vorwürfe, wenn mal etwas passiert – denn 100-prozentigen Schutz gibt es nicht.“