Keine Negativ-Zinsen – „so lange es geht“

Einstimmig entlasten die Vertreter der Volksbank Hellweg Vorstand und Aufsichtsrat, genehmigen die Bilanz und die Dividende. Nur bei der Wahl zum Aufsichtsrat zogen nicht alle Vertreter einstimmig mit.
Einstimmig entlasten die Vertreter der Volksbank Hellweg Vorstand und Aufsichtsrat, genehmigen die Bilanz und die Dividende. Nur bei der Wahl zum Aufsichtsrat zogen nicht alle Vertreter einstimmig mit.
Foto: Manfred Böckmann
Was wir bereits wissen
Einstimmig entlasten die Vertreter der Volksbank Hellweg Vorstand und Aufsichtsrat, genehmigen die Bilanz und die Dividende. Nur bei der Wahl zum Aufsichtsrat zogen nicht alle Vertreter einstimmig mit.

Soest..  Vor einem Jahr hatte Werner Stratmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Hellweg, prophezeit, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Genossenschaftsbank erneut erfolgreich sei, ebenso groß wie die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland Fußball-Weltmeister werde. Das eine hat geklappt. Und auch die Bank-Bilanz 2014 ist erfreulich.

Daraus resultiert für die mehr als 33 000 Anteilseigner eine Dividende auf ihre Anteile in Höhe von 2,5 Prozent. Die Rendite ist aber meist deutlich höher, denn je nach Intensität der Geschäftsbeziehung gibt es einen Bonus. So schüttet die Bank insgesamt rund 890 000 Euro aus, das macht im Durchschnitt eine Rendite von 5,7 Prozent aus, rechnete Vorstandssprecher Bernd Wesselbaum in der Vertreterversammlung vor, die in der Stadthalle Soest stattfand.

Wesselbaum freute sich, dass einmal mehr das Kundenvolumen als auch die Bilanz gestiegen sei. Zur Fußball-WM habe man das VR-Fansparen aufgelegt, was erfolgreich gewesen sei. Die Umstellung auf das neue Zahlungsverfahren SEPA sei problemlos gewesen und man habe „100 Jahre Volksbank in Soest“ gefeiert (unter anderem mit einer Retro-Filiale). Belastend sei das Zinsniveau – für die Bank wie die Kunden. Wesselbaum rechnete vor: In den 1990er Jahren habe sich bei einer langlaufenden Anleihe das kapital nach 12 Jahren verdoppelt – „heute müsste man 190 Jahre warten. Das hat mit Marktwirtschaft nicht mehr zu tun“, kritisierte der Vorstandssprecher die politisch motivierte Situation. Teilweise habe es sogar schon Negativzinsen gegeben – aber nicht bei der Volksbank Hellweg. Wesselbaum: „Wir werden unsere Kunden nicht mit Negativzinsen belasten – so lange es geht“.

Vorschriften treffen Volksbanken

Die neuen Vorschriften treffen Volksbanken und Sparkassen (diese Bankmodelle kenne man fast nur in Deutschland) besonders hart; zweieinhalb Mitarbeiter seien für diesen Bereich zusätzlich eingestellt worden, die Genossenschaftsbank habe Kosten von über einer halben Million Euro schultern müssen.

Da Banking per Telefon und Internet („Unsere Homepage ist die am stärksten besuchte Filiale“) immer mehr zunehme, werde man weiter ein Auge auf die Infrastruktur haben. 2014 waren die Geldautomaten in Allagen und Ostinghausen vom Netz gegangen. Für die Zukunft erwartet Wesselbaum weiter Druck auf die Zinsmarge (was sich ab 2016 beim Ertrag bemerkbar machen würde, wenn die Zinsen nicht wieder steigen), ein erhaltenes Kreditgeschäft und ein schwieriges Einlagengeschäft. Die Risikolage bleibe sehr stabil. Das Jahr 2014 schloss mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 1,845 Millionen Euro, rechnete Vorstand Dr. Andreas Sommer vor.

Im Herbst wird es acht Mitgliederfeste geben, da dann die Vertreter neu gewählt werden müssen. Als Gast ist „Bademeister Schaluppke“ gebucht.

Joey Kelly kennt keine Grenzen

„No Limits – Wie schaffe ich mein Ziel?“, war der Vortrag von Joey Kelly betitelt. Der Extremsportler, Unternehmer und Musiker berichtete vom Aufstieg der Kelly-Family, aber auch seine immer größeren sportlichen Herausforderungen bis hin zur Expedition zum Südpol.