Keine böse Überraschung in Jugendherberge

Alte Jugendherberge im Bilsteintal, Postkarten
Alte Jugendherberge im Bilsteintal, Postkarten
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nicht so schlimm wie befürchtet – so könnte man den Zustand der alten Jugendherberge im Bilsteintal beschreiben, nachdem Architekt Eckhard Lohmann einen genauen Eindruck vom Zustand des Gebäudes gewonnen hat.

Warstein..  Nicht so schlimm wie befürchtet – so könnte man den Zustand der alten Jugendherberge im Bilsteintal beschreiben, nachdem der mit der Sanierungsplanung beauftragte Architekt Eckhard Lohmann einen genauen Eindruck vom Zustand des Gebäudes, explizit vom Obergeschoss, gewonnen hat.

Für diese genaue Bestandsaufnahme mussten zunächst in den oberen Räumen alle späteren Einbauten entfernt werden, ebenso die Verkleidungen an Wänden, Decke und Fußböden. „Die gesamte Jugendherberge war aus brandschutztechnischen Gründen mit Rigips-Platten verkleidet worden“, erläutert Stefan Enste vom Bilsteintal-Verein. „Man wusste nicht, wie es darunter aussieht. Welche Schäden es gibt, sieht man nicht, wenn sich alles in Vollverkleidung befindet.“

Nach dem Entfernen der Platten hatte man freie Sicht auf die Holzkonstruktion des Hauses. „Es hat keine großen, bösen Überraschungen mehr gegeben“, betont Enste. Der Architekt habe bereits festgestellt, dass es keine dramatischen Schäden gebe.

Kleinere Schäden befinden sich vor allem dort, wo in der Vergangenheit nachträglich Duschen, Toiletten oder Waschbecken eingebaut wurden. Löcher in Wänden und im Boden, aber auch feuchte Stellen dort, wo nicht richtig abgedichtet worden ist, zeugen hiervon.

Nach der Bestandsaufnahme konnte der Antrag auf Zuschüsse gestellt werden. Diese Antragsverfahren bei der Bezirksregierung laufen derzeit. Ist die Zusage da, soll in einem ersten Schritt die äußere Hülle der Jugendherberge saniert werden – das Dach und die Wände, teils in Fachwerkoptik. Die Stadt Warstein als Eigentümer des Gebäudes unterstütze die geplanten Maßnahmen an der Jugendherberge.

Auf Sicherheit geachtet

Bereits repariert wurden Kehle im Dach – die erste Maßnahme der Bilsteintaler, sollte das Gebäude doch vor fünf Jahren wegen dieser Schäden und einer Einsturzgefährdung des Gebäudes abgerissen werden. Durch Staunässe war die Mittelfette in einem sehr schlechten Zustand.

„Hier muss der Architekt sagen, wie weiter verfahren wird“, so Enste. „Das musste damals schnell und ordentlich gemacht werden, dabei wurde nicht auf Schönheit geachtet.“ Sicherheit und Standfestigkeit standen im Vordergrund. „Der Balken, der jetzt eingebaut wurde, ist vier Mal so stark wie der, der bei der Errichtung des Gebäudes verbaut wurde.“

Der Bilsteintal-Verein vermeldet außerdem, dass Einigkeit zwischen Stadt, der Warsteiner Brauerei und dem Verein erzielt werden konnte, dass 100 000 Euro aus dem Verkaufserlös des ehemaligen Waldhotels vor 15 Jahren – heute die Waldwirtschaft – als städtischer Eigenanteil in das Finanzierungspaket eingebracht werden.