Kein Überbietungswettkampf

Die Idee, notwendige Investitionen im Allwetterbad mit der Anschaffung neuer Attraktionen zu erweitern, klingt auf den ersten Blick plausibel. Das Problem ist vielmehr die konkrete Umsetzung.


Um mehr Besucher anzulocken, muss das Allwetterbad ein Alleinstellungsmerkmal schaffen. Oder warum sollten Besucher, die bisher die Spaßbäder in Soest oder Hüsten besuchen, plötzlich nach Warstein kommen? Sicher nicht wegen eines Beachvolleyball-Feldes. Und warum sollten sich ältere Badegäste, die bisher die warmen Thermen Bad Sassendorfs bevorzugen, plötzlich umentscheiden? Sicher nicht wegen ein paar zusätzlicher Düsen.


Es wäre toll, wenn nicht nur Warsteiner, sondern auch Gäste aus der Umgebung zum Schwimmen und Baden in die Wästerstädt kämen. Aber mir fällt keine bezahlbare Attraktion ein, welche die Besucherzahl deutlich steigern könnte.


In Soest wird jetzt schon über Pinguine nachgedacht, um neue Besucher anzulocken. Aus diesem ungesunden Überbietungswettkampf sollte sich Warstein heraushalten. Schließlich gibt es noch eine zweite Möglichkeit, das Defizit zu reduzieren: Kosten senken. Wo bleibt also die Forderung nach Investitionen in eine effizientere Technik?