Kein generelles Sicherheitsproblem

Für März kündigt Bürgermeister Peter Weiken eine Bürgerversammlung in der Stadthalle an. Dabei sollen Vertreter aller Institutionen, die in irgendeiner Art in den Betrieb des Flüchtlingsheimes involviert bzw. davon betroffen sind, Fragen der Bürger beantworten. Dazu zählen Experten von Bezirksregierung, Johannitern und Polizei. Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken und Vorurteile abzubauen. „Es ist wichtig, miteinander zu sprechen“, sagt Weiken, meint damit aber nicht Stammtischgespräche. „Wer meint, es läuft etwas nicht rund, sollte sich gleich an die Verantwortlichen wenden, statt sich im stillen Kämmerlein zu ärgern.“

Beim ersten, nicht öffentlichen Treffen des Expertentischs zur Flüchtlingsthematik hatten Bürger begrüßt, endlich ihren Sorgen Luft machen zu können. Dabei geht es auch um ein latentes Gefühl der Bedrohung, das die Einsatzstatistik der Polizei nur bedingt untermauert. Landesweit gab es im Januar 1,3 Polizeieinsätze auf 100 Asylbewerber, denen statistisch 0,8 Anzeigen folgten. In Rüthen lagen die Zahlen bei 4,7 und 2,1. Dafür jedoch waren laut Polizei drei Bewohner verantwortlich, die gleich mehrerer Delikte überführt werden konnten. Das Trio wurde getrennt und in anderen Einrichtungen untergebracht.

„Das sind Ausnahmefälle. Ein generelles Gefühl der Unsicherheit sollte daraus nicht abgeleitet werden“, appelliert Johanniter-Vorstand Udo Schröder-Hörster.