Kater-Stimmung nach der großen Sause

Kreis Soest..  Wenn die heiße Phase des närrischen Frohsinns tobt, suchen Viele nach der großen Sause die nächste Apotheke auf, um etwas gegen den dröhnenden Kopf zu bekommen. „Dabei ist natürlich klar, dass man sich den Kopfschmerz durch Verzicht auf alkoholische Getränke ersparen könnte“, sagt Apotheker Volker Brüning, Sprecher der Apothekerschaft im Kreis Unna. Da dies in der Praxis für die meisten jedoch realitätsfern ist, gilt es, den Kater ein wenig abzumildern.

„Damit der Kater am nächsten Morgen nicht ganz so schlimm wird, sollte man vor der Feier ordentlich essen“, empfiehlt Brüning. Fett im Essen verzögert die Aufnahme des Alkohols. Aber auch Kohlenhydrate dürfen nicht fehlen, denn durch den Alkohol sinkt der Blutzuckerspiegel. „Außerdem sollte man bei einer Alkoholsorte bleiben und zwischendurch viel Wasser trinken. Das gleicht den alkoholbedingten Flüssigkeitsverlust aus“, sagt Brüning und empfiehlt die Einnahme von Mineralien wie Calcium und Magnesium in Form von aufgelösten Brausetabletten – am besten noch vor dem Schlafengehen.“

Wasser aus dem Gehirn

Der Alkohol wirkt entwässernd: Es werden zu viel Flüssigkeit und Mineralstoffe ausgeschieden. Der Körper holt sich das notwendige Wasser auch aus dem Gehirn – wodurch wiederum Kopfschmerzen entstehen.

Am Morgen danach braucht der Körper Salz. Zusätzlich sollte man weiterhin viel trinken. Welches Schmerzmittel genau geeignet ist, um den Kopfschmerz zu lindern, hängt vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Beratung leistet die Apotheke vor Ort.

Zum Schluss wartet Brüning noch mit einer kleinen Anekdote auf: „Das Wort Kater soll vom griechischen Wort „Ka-tarrh“ abstammen, der medizinischen Bezeichnung für Schleimhautentzündungen. Aber mit einer Entzündung hat er nichts zu tun, nur mit zu viel Alkohol. . .“