Karnevalisten sind Geckkönigspaar

Erstes gemeinsames Geckschießen der Rüthener Bürger- und Jungschützen. Am Ende wird Michael Weide Geckkönig. Ihm zur Seite steht Armin Gideon als "Königin".
Erstes gemeinsames Geckschießen der Rüthener Bürger- und Jungschützen. Am Ende wird Michael Weide Geckkönig. Ihm zur Seite steht Armin Gideon als "Königin".
Foto: Armin Obalski

Rüthen..  Man könnte närrisch werden: Zum zweiten Mal in Folge stellen Mitglieder des Elferrates der Karnevalsgesellschaft Rüthen das Geckkönigspaar der Schützen. Im vergangenen Jahr galt dies nur für die Bürgerschützen, in diesem Jahr, in dem erstmals Schützenfest gemeinsam mit den Jungschützen gefeiert wird, vereinsübergreifend. Als Auftakt und sozusagen Generalprobe legten Mitglieder beider Vereine am Samstag erstmals auf nur einen Geck an. Und nach weniger als einer Stunde stand fest: Der Rüthener Geckkönig ist wieder ein Jeck.

Michael Weide schoss mit dem 73. Schuss die Reste des Männleins aus dem Kugelfang. Das Geckkönigspaar komplett macht Armin Gideon. Mit ihm hat Weide zwei Dinge gemeinsam: Sie traten zusammen an die beiden Gewehre und sie gehören dem Elferrat der Karnevalsgesellschaft an.

Die beiden treten nun eine doppelte Nachfolge an: Die von Richard Sellerberg und Uwe Kaps als Geckkönigspaar der Bürgerschützen, aber auch die von Hendrik Ebbers und Stephan Salm als das der Jungschützen. „Jeder darf schießen, auch ein Karnevalist – sogar gerne“, hatte Sebastian Becker, Oberst der Jungschützen, der das Schießen moderierte, die Narren sozusagen ganz jeck gemacht.

Zuvor aber war das hölzerne Männchen im Kugelfang, das sein Erbauer Thomas Kettler im Sinne der neuen Gemeinsamkeit halb als Bürger-, halb als Jungschützen ausstaffiert hatte, kampfunfähig gemacht worden. Bürgermeister Peter Weiken, dem bei den bisherigen Schützenfesten dieses Jahres das Trefferglück nicht besonders hold war, beraubte den Geck beider „Schochen“, auch kopflos war das Männlein bald. „Es wird langsam spannend“, meinte Sebastian Becker. So spannend, dass er und sein Kollege Heiner Fahle, Oberst und Vorsitzender der Bürgerschützen, sich nicht mehr trauten selbst gemeinsam einen Doppelschuss abzugeben, wobei Fahle noch der Mutigere war. „Heiner hat gesagt wir könnten doch zusammen einen Schuss abgeben, schließlich haben wir Stellvertreter für den Umzug.“ Doch es gab auch so genug Aspiranten, die das erste gemeinsame Jux-Schießen für sich entscheiden wollten.

Da am übernächsten Montag erstmals Bürger- und Jungschützen an ein- und demselben Tag und hintereinander weg ihr Vogelschießen austragen, war das Geckschießen vorverlegt und zusammengelegt worden. Bislang folgte dies jeweils auf das jeweilige Vogelschießen.

Völlig daneben lag übrigens Thomas Kettler mit seiner Prognose, wie viele Schüsse der von ihm gebaute Geck aushalten würde: Auf mindesten 150 Schuss hatte er getippt.