Kampflose Übergabe abgelehnt

Warstein..  Vor dem Ende des Krieges: Am 5. April hatte es einen Angriff auf Suttrop gegeben und tags darauf schlugen erste Granaten am Hillenberg ein, wo sich deutsche Stellungen, ebenso bei Haus Widey an der Mescheder Landstraße, befanden. In Sorge um eine Zerstörung ihrer Stadt hatten einige Warsteiner in der Nacht einige Panzersperren weggeräumt, die allerdings durch deutsche Militärs wieder aufgebaut wurden.

Am Abend des 6. April war der stellvertretende Bürgermeister Cramer von Kallenhardt im Auftrag der Alliierten vorstellig geworden, um eine kampflose Übergabe zu fordern, die allerdings abgelehnt wurde, woraufhin in der Nacht Warstein unter Beschuss genommen wurde.

Mit dem Rückzug der deutschen Streitkräfte konnte man am 7. April ab 9 Uhr erste amerikanische Truppenbewegungen am Oberhagen entdecken, ab 13 Uhr war die Stadt von amerikanischen Militärs erreicht. Am Nachmittag verlagerten sich die Kämpfe Richtung Bilsteinhöhle und Stimmstamm.

Mit der Einnahme Warsteins hatte die Militärregierung zur Verwaltung der Stadt US-Major Bunting als Kommandant ernannt, Peter Struif und Karl Pieper setzte er als Bürgermeister für Amt und Stadt ein. In der der damaligen Amtsberufsschule (Liebfrauenhaus), errichtete man die alliierte Militärkommandantur.