Kampfabstimmung ist passé

Warstein..  Von zwei Bewerbern für die Bürgermeister-Kandidatur bleibt nur noch einer übrig: Nach dem Rückzug von Stephan Buschhoff (wir berichteten) wird es bei der CDU aller Voraussicht nach keine Kampfkandidatur mehr geben.

Das erklärte der Vorsitzende des Stadtverbands Wolfgang Schneider gestern im Gespräch mit der WP: „Die Geschichte ist ärgerlich, denn wir hätten zwei wirklich gute Leute und Kandidaten auf Augenhöhe gehabt.“

Schneider selbst habe lange versucht, Buschhoff von seinem Entschluss abzubringen. „Ich finde es sehr schade, dass er nicht mehr zur Verfügung steht.“ Doch die Enttäuschung saß offenbar zu tief. „Wenn es zwei interne Bewerber gibt, gibt es auch interne Unterstützer auf beiden Seiten“, erklärte Schneider, „da hat Stephan Buschhoff wohl mit größerem Rückhalt gerechnet, als zutage trat.“ Es habe nicht eine solch breite Unterstützung gegeben wie erwartet.

Zukunft in Fraktion offen

Was das für seine Zukunft als CDU-Fraktionsvorsitzender bedeutet, habe Buschhoff auch auf der Vorstandssitzung des Stadtverbands am Donnerstag offen gelassen. Schneider, selbst Ratsmitglied, sagt: „Die Warsteiner CDU hat gut zugelegt. Das dürfen wir nicht einfach so aufs Spiel setzen.“

Schneider beklagt sich, dass die Namen der beiden CDU-internen Bewerber zu früh in die Öffentlichkeit gekommen seien und wünscht sich nun Geschlossenheit in der Partei.

Wohl in der kommenden Woche werden der Vorstand und der einzig verbliebene Kandidat, offensichtlich der Belecker Thomas Schöne, den weiteren Terminplan absprechen. „Auch wenn es jetzt nur noch einen Bewerber gibt, soll er sich den Mitgliedern in einer oder zwei Veranstaltungen vorstellen, bevor er auf einer Mitgliederversammlung gewählt wird“, verrät Wolfgang Schneider bereits, „die Mitglieder sollen in jedem Fall eine Chance erhalten, sich im Vorfeld ein Bild des Kandidaten zu machen.“