Das aktuelle Wetter Soest 12°C
Kampagne

Jugendamt sucht die Öffentlichkeit

05.05.2011 | 14:07 Uhr
Jugendamt sucht die Öffentlichkeit
Das Jugendamt Lippstadt stellt sich mit seinen Aufgaben vor.

Lippstadt.150 Mitarbeiter gehören zum städtischen Jugendamt, rechnet man die freien Träger mit, sind es sogar rund 400 bis 450 Männer und Frauen, die sich in Lippstadt um den Nachwuchs kümmern.

Und wenn man dann noch bedenkt, dass die Stadt alljährlich rund 27 Millionen für Jugendaufgaben aufwendet, wundert man sich noch mehr: Warum wird die Einrichtung in der Öffentlichkeit nicht entsprechend wahrgenommen?

Das dachte sich auch Helga Rolf. Sie gehört zu den Initiatoren einer bundesweiten Kampagne, die das ändern soll. Und selbstverständlich sind die Lippstädter voll mit dabei, wenn es darum geht, das Jugendamt bis zum 8. Juni einmal mehr in den Mittelpunkt zu rücken. So wurden in der Lippe-Metropole 200 Plakate mit zehn Motiven aufgehängt, die Bereiche der Jugendarbeit vorstellen -- von der Jugendpflege bis zur Jugendsozialarbeit. Schließlich deckt man ein breites Spektrum ab, verdeutlichte die Expertin im Pressegespräch: „Wir sind schon bei der Geburt dabei“. Denn in der Stadt bekommt jeder neue Erdenbürger einen Begrüßungsbesuch, bei dem den Eltern die Möglichkeiten der Hilfe vorgestellt werden.

Besonderheiten

Auch Wilhelm Glarmin, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, gibt freimütig zu, ein wenig von der Aufgabenfülle überrascht gewesen zu sein, als er sein Amt angetreten hatte. Denn der Ausschuss hat einige Besonderheiten. Denn ebenso wie es zwingend ist, dass eine Stadt (bei kleinen Kommunen der Kreis) ein Jugendamt unterhält, werden 40 Prozent der Ausschussmitglieder von freien Trägern in das Gremium entsandt. Der Gedanke: Fachleute sollen dort mit teilhaben. Glarmin: „Das führt zu einem hohen Maß an Kompetenz.“

Um präsenter in der Öffentlichkeit zu erscheinen, hat man sich bei der Stadt einiges einfallen lassen, wie Klaus Rennkamp betonte: Da wird die Aktion -- natürlich -- auf der städtischen Homepage präsentiert. Aber auch auf den Briefköpfen, die aus dem Jugendamts-Umfeld versandt werden, steht der Slogan „Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt.“ Briefe werden mit „Aktionskarten“ bestückt, auf denen weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten verzeichnet sind. 12 Mitarbeiter üben bereits fleißig für den Altstadtlauf, wo sie mit entsprechenden T-Shirts teilnehmen. Am 24. Mai ist ein Fachvortrag vorgesehen, am 28. Mai unternimmt der Jugendhilfe-Ausschuss eine Fahrradtour, um verschiedene Einrichtungen der Jugendhilfe zu besuchen.

Zum Schluss noch ein wenig Statistik: 500 bis 550 Kinder erhalten vom Jugendamt Unterhaltsvorschuss, weil der andere Elternteil nicht zahlt, aber müsste. Und auch wenn es darum geht, den Unterhalt durchzusetzen oder die Vaterschaft feststellen zu lassen, ist das Jugendamt wieder mit dabei. Um Lippstadt Kindern und Jugendlichen zu helfen, wo immer es geht.

Manfred Böckmann

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4612892/create

Aktuelle Fotos und Videos
Mit der WLE unterwegs
Bildgalerie
Mitgefahren
Segwaypolo German Masters
Bildgalerie
Segwaypolo
Kraft-Wahlkampf in Soest
Bildgalerie
NRW-Wahl
Schulfest der Nikolausschule
Bildgalerie
Schulfest
Aus dem Ressort
Zu schnell auf nasser Straße
Frontal gegen Lkw
Glück im Unglück hatte am Donnerstagabend ein 19-jähriger Polo-Fahrer aus Rüthen. Er war gegen 18.15 Uhr auf der Kellinghauser Straße in Richtung Lippstadt unterwegs. In einer Rechtskurve rutschte sein Polo auf der regennassen Straße auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte der Pkw frontal mit einem
71-Jähriger mit Pkw 400 Meter von Eurobahn mitgeschleift
Bahnunfall
Der Fahrer eines Pkw aus Ense im Kreis Soest hatte keine Chance. Der 71-Jährige wurde mit seinem Auto an einem Bahnübergang zwischen Westönnen und Werl von einer heranfahrenden Eurobahn erfasst und 400 Meter mitgeschleift. Die Feuerwehr schnitt den Toten aus dem Fahrzeugwrack.