Jürgen Schrewe neuer Geschäftsführer der ESG

Kreis Soest..  Am 1. Juni löst Diplom-Ingenieur Jürgen Schrewe als neuer Geschäftsführer der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG) den derzeitigen Geschäftsführer Alfred Striedelmeyer ab. Alfred Striedelmeyer geht nach gut 22 Jahren in den Ruhestand. „Mit Jürgen Schrewe hat die Gesellschaft einen kompetenten Nachfolger für die Leitung gewinnen können, der für Entsorgungssicherheit und Kontinuität in der Abfallwirtschaft des Kreises Soest steht“, betont Ulrich Häken, Aufsichtsratsvorsitzender der ESG.

Maßgeblich mitgestaltet

Alfred Striedelmeyer hat die Abfallwirtschaft im Kreis Soest in den vergangenen mehr als zwei Jahrzehnten maßgeblich mitgestaltet. Anfang der 1990er Jahre hatte sich der Kreis Soest entschieden, die anstehenden großen Aufgaben der Abfallentsorgung in einer Gesellschaft gemeinsam mit privaten Partnern anzugehen. Mit der Geschäftsführung wurde Alfred Striedelmeyer betraut, der zum 1. Februar 1993 die Leitung des neu gegründeten Unternehmens ESG (Entsorgungswirtschaft Soest GmbH) übernahm. Seither wurde ein grundlegender Strukturwandel in der kreisweiten Abfallentsorgung vollzogen.

Das durch den Gesetzgeber verordnete vorzeitige Ende der Ablagerung auf den Deponien im Jahr 2005 und der Aufbau einer umfangreichen Getrennterfassung und Verwertung der Abfälle bis hin zur aufwendigen Restabfallbehandlung in thermischen und biologischen Anlagen war über viele Jahre die kennzeichnende Aufgabe für alle Beteiligten.

Unter der Regie von Alfred Striedelmeyer wurden die anstehenden Aufgaben gemeinsam mit kommunalen und privaten Gesellschaftern, mit 14 Städten und Gemeinden und engagierten Geschäftspartnern umgesetzt und dabei stets auch das Thema Gebührenstabilität in den Blick genommen.

Landrätin Eva Irrgang dankte bei der offiziellen Verabschiedung dem scheidenden Geschäftsführer für eine kluge Geschäftspolitik aus der Sicht der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Soest: „Die Abfallgebühren sind seit einem Jahrzehnt stabil. Und das trotz gestiegener Umweltauflagen und trotz entscheidender Paradigmenwechsel in den Gesetzesvorgaben für die Abfallwirtschaft.“

Im Ergebnis ist der Kreis Soest mit seinem sehr differenzierten Verwertungs- und Entsorgungskonzept gut für die Zukunft aufgestellt. Schon heute werden die Zukunftsziele der Kreislaufwirtschaft im Kreis Soest vorbildlich erfüllt. Diesen Erfolg sieht auch der neue Geschäftsführer Jürgen Schrewe als Verpflichtung, die Verwertungswege in Zukunft effizient weiterzuentwickeln. Ein nächster Schritt auf diesem Weg ist es, bei der Bioabfallverwertung durch die Nachrüstung der Vergärung und die damit mögliche Biogasgewinnung auch einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Seit 1994 dabei

Jürgen Schrewe ist seit dem 1. Juli 1994 als Bauingenieur bei der ESG tätig: zunächst als Leiter der Abteilung „Planung und Bau“ und seit 2012 als Prokurist und Leiter des technischen Geschäftsbereiches. Vor seiner Tätigkeit bei der ESG war er als Projektleiter im Ingenieurbüro Tilke in Aachen tätig. Von 2002 bis 2011 zudem Geschäftsführer der BIOWEST – Biologische Abfallbehandlung Westfalen GmbH in Ennigerloh, an der die ESG mit 25,1 Prozent beteiligt ist.

Die Wahl von Jürgen Schrewe bezeichnet Ulrich Häken als eine für die weitere Entwicklung der ESG optimale Entscheidung. Durch seine Qualifikation und bisherigen Tätigkeiten bei ESG und BIOWEST bringe er die für die spezifischen Anforderungen der Position erforderliche Erfahrung und Fachkompetenz mit.