Intensiveres Erleben der Landschaft

Begonnen hat die Leidenschaft des 71-jährigen pensionierten Sportlehrers für längere Radtouren, die er mal mit seiner Frau, mal allein unternimmt, vor zwölf Jahren, als er sich ein Sabbatjahr nahm. „Mein Schwerpunkt waren Reisen“, erzählt Theo Schäfer. Eine wilde Zeit, in der er tausende von Kilometern zurücklegte.

„Damals stellte sich heraus, dass Radtouren eine gute Möglichkeit sind, regelmäßig Urlaub zu machen.“ Diesen verbringt er zusammen mit seiner Frau. Und auch, wenn die beiden eine Radtour bis nach Rom führte, bevorzugen sie vor allem Österreich, Südtirol und Deutschland als Ziel. „Jedes Jahr sind wir im Sommer unterwegs auf einer längeren Tour. Dabei fahren wir mehr in den Flusstälern. Da gibt es viele neue Radwege, beispielsweise den Donau-Radweg, die sind hervorragend ausgezeichnet“, schwärmt Schäfer.

Ist das Ehepaar früher zu diesen Fahrten in Warstein gestartet und ab dem Zielort mit dem Zug in die Heimat zurück gefahren, ist nun aber vermehrt dazu übergegangen, den umgekehrten Weg zu gehen. „Das ist zwar mental weniger interessant, als wenn das Ziel noch vor einem liegt, aber man ist unabhängiger.“

Die Routen plant Schäfer zuhause am PC. Auf der Plattform Outdoor-aktiv kann man sich diese mit Höhenmetern ausweisen lassen.

Was ihn besonders an den Fernradtoren reizt, ist das intensivere Erleben der Landschaft und der Orte. Im Vergleich zum Wandern gibt es eine größere Flexibilität. „Man kann abends, wenn man keine Übernachtungsmöglichkeit findet, zehn Kilometer weiter fahren, das geht beim Wandern nicht.“

Ohne Training kann man solche Touren natürlich nicht absolvieren. „Wenn man unbedarft da ran geht, macht es keinen Spaß. Da hat man nur Muskelkater und ist überfordert.“