Innenrenovierung wird zum Großprojekt

Pfarrkirche St. Johannes Enthauptung Suttrop. 2016 soll renoviert werden.
Pfarrkirche St. Johannes Enthauptung Suttrop. 2016 soll renoviert werden.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Ein Großprojekt hat die Kirchengemeinde Suttrop vor; Die Innenrenovierung ihrer Pfarrkirche. Derzeit wird der Ist-Zustand aufgenommen.

Suttrop..  Ein Großprojekt hat die Kirchengemeinde St. Johannes Enthauptung Suttrop im kommenden Jahr vor der Brust: die Innenrenovierung ihrer Pfarrkirche. Über den Stand der Planungen und notwendige Maßnahmen informierte Dechant Thomas Wulf im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Förderkreises der St.-Johannes-Kirche.

Von Paderborn genehmigt wurden der Baubedarf und die Vorplanungen, so dass bereits ein Architekt für die Innenrenovierung gewählt werden konnte. Dieser nimmt derzeit den Ist-Zustand des Gebäudes auf, überprüft Elektrik und Heizung. Außerdem kommt der Orgelbauer, um den Zustand des Instrumentes zu überprüfen, wegen dessen Renovierung sich der Förderkreis 1988 gegründet hat.

Abstimmung mit Denkmalbehörde

„Außerdem hat der Kirchenvorstand signalisiert, was er gestalterisch machen lassen möchte“, erklärte Wulf. Dies betrifft den Anstrich, das Licht und die Böden – beispielsweise soll unter dem Altar kein Teppichboden mehr liegen. „Wir müssen gucken, was man umgestalten kann. Das hat auch mit dem Zeitgeschmack zu tun.“ Nicht tangiert werden die Fenster von der Innenrenovierung, wurden diese doch im Rahmen der Außensanierung mit renoviert.

Der nächste Schritt ist nun die Abstimmung der geplanten Maßnahmen mit der Denkmalbehörde Münster und der Unteren Denkmalbehörde der Stadt. Umgestaltet werden soll vor allem der Anbau von 1907 mit den beiden Apsiden, der Gefallenen- und der Taufkapelle.

„Der Punkt, um den sich alles dreht, ist die Dietenberger-Bibel, die wir im hinteren Bereich der Kirche präsentieren möchten“, führte Wulf aus. Erst, wenn man wisse, wie man dieses wertvolle Artefakt gebührend präsentieren kann, könne man über die Gestaltung des Raumes nachdenken.

Start nach Erstkommunion 2016?

Um über die künstlerische Gestaltung dieser Präsentation nachzudenken, will man sich Ratschläge bei Prof. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn, holen. Da dieser schon viele große Ausstellungen organisiert hat, kann er auch museumstechnische Hilfestellung geben. „Wir müssen ein Klima schaffen, dass wir die Bibel dauerhaft präsentieren können“, betonte Wulf. Noch nicht fest steht, ob dies in einer Vitrine, auf einem Ambo oder Tisch geschehen wird. „Das ist ein einmaliges Projekt, das braucht noch etwas Energie und Zeit.“

Eine klassische Zeit für die Kirchenrenovierung sei nach der Erstkommunion bis Weihnachten. „Wir zielen darauf ab, im kommenden Jahr beginnen zu können.“

Eine Umgestaltung wird es dann auch bei der Illumination geben. „Alle Architekten raten uns dazu, einen Lichtdesigner mit ins Boot zu holen“, erklärte Wulf. Einen solchen habe man beispielsweise auch bei der indirekten Beleuchtung der Pankratiuskirche zu Rate gezogen. Das Beleuchtungskonzept müsse man auch wegen der Präsentation der Dietenberger-Bibel neu überdenken, allerdings sei Vorsicht geboten. „Das ist eine Barockkirche – je ausgestalteter eine Kirche ist, je vorsichtiger muss man sein.“

Zuschuss nur für Substanzerhaltung

In welchem Kostenrahmen sich die Innenrenovierung bewegt, steht noch nicht fest. „Zuschüsse aus Paderborn gibt es nur für die Substanzerhaltung“, so Wulf. „Was die Ausgestaltung betrifft, etwa die Lampen – das müssen wir zu 100 Prozent selbst tragen.“ Bei der Mittel-Akquirierung will der Kirchenvorstand auch den Pfarrgemeinderat und den Förderkreis mit ins Boot holen. „Wir hätten gerne eine Wiederholung des Projektes 2007/08“, sagte Bernd Schrewe. Damals wurden für die Außenrenovierung Spenden gesammelt. Dazu soll sich eine Arbeitsgruppe gründen.