INI: Die Stadt kopiert nur
05.07.2009 | 16:03 Uhr 2009-07-05T16:03:00+0200Warten auf letzten Bescheid für Gründung der privaten Gesamtschule
Lippstadt. Bei ihren Planungen für eine Gesamtschule in privater Trägerschaft wartet die INI in Lippstadt immer noch auf die letzte Zustimmung durch die Bezirksregierung.
Inzwischen sei auch die letzte Hürde, das Problem der fehlenden Turnhalle gelöst: Dafür wurde jetzt ein Mietvertrag für die Turnhalle auf dem ehemaligen Kasernengelände in Lipperbruch abgeschlossen. Weiter kritisiert wird das Verfahren der Stadt für die ebenfalls geplante städtische Gesamtschule. So habe die Stadt zwar den neuen Schulentwicklungsplan samt städtischer Gesamtschule vorgestellt, in dem aber die private Gesamtschule der INI ignoriert werde.
Die INI wirft der Stadt „Produktpiraterie” vor: So kopiere die Stadt die Pläne der INI — zunächst das des Themas einer Gesamtschule überhaupt, dann werde, wie berichtet, als Standort einer künftigen städtischen Gesamtschule die Stadtwaldschule ausgewählt, um deren Anmietung sich wiederum die INI im letzten Jahr vergeblich bemüht hatte. „Ohne Hemmungen”, heißt es in einer Pressemitteilung der INI, würden ihre Pläne, die von der Stadt und dem Schulministerium „ausnahmslos boykottiert” wurden, nun von der Stadt versucht umzusetzen. Wäre die Stadtwaldschule im letzten Jahr an die INI vermietet worden, dann hätte bereits in diesem Februar ein geregeltes Aufnahmeverfahren für die Kinder durchgeführt werden können.
Auch Fritz Henneböhl, Beisitzer im INI-Vorstand, wundert sich über die aktuelle Entwicklung bei der Stadt: „Erstaunlich, wie man hier Dinge vorantreiben will, für die man noch im letzten Jahr keinerlei Bedarf gesehen hat und deren Umsetzung man außerdem aus angeblich organisatorischen Gründen für völlig unmöglich hielt.” Für Henneböhl steht fest, dass sich das inhaltliche Konzept der INI-Gesamtschule nicht kopieren lasse: „Dafür sorgen eine enorme Anzahl an kleinen Mosaiksteinchen, die genau dieses Konzept ausmachen, aber auch die zahlreichen Bewerbungen von Lehrern, die ausdrücklich einen anderen Weg in unserer Bildungslandschaft gehen wollen.” Auch diese Lehrer würden, wie Kinder und Eltern, den Start der INI-Gesamtschule nicht abwarten können.
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