In neuem Land eigenen Horizont erweitern

Peter Fritz hat mit seiner Familie den Sprung von Ungarn nach Deutschland gewagt
Peter Fritz hat mit seiner Familie den Sprung von Ungarn nach Deutschland gewagt
Foto: WP
Was wir bereits wissen
So etwas nennt man wohl eine Herkulesaufgabe. So etwas steht aber auch für grenzenlosen Optimismus und ein gesundes Selbstvertrauen: Als Peter Fritz (36 Jahre) im Juni vergangenen Jahres in seiner ungarischen Heimat (vorläufig) die Zelte abbricht und sich gemeinsam mit seiner Frau und seinem vierjährigen Sohn nach Belecke aufmacht, da ist das in erster Linie die vielzitierte Reise ins Unbekannte.

Warstein-Belecke.. Ein fremdes Land, eine fremde Sprache, von der er bis auf die üblichen Redewendungen wie „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“ kein Wort spricht – das alles spricht für einen holprigen Start. Und Peter Fritz, der bei Infineon als Elektroingenieur im Produktionsmanagement-Team arbeitet, räumt denn auch ein, dass es zu Beginn nicht einfach war: „Die ersten zwei Wochen waren hart.“

Aber es waren auch zwei Wochen, die der Familie aus Ungarn angedeutet haben, dass sie in Deutschland überaus willkommen ist. Fritz: „Wir haben großartige Unterstützung erfahren.“ Vor allem die oft gescholtene deutsche Bürokratie hat den Ingenieur begeistert: „Das ist hier alles viel einfacher und problemloser als in Ungarn.“

Sohn findet schnell neue Freunde

Während er sich in seinem neuen Arbeitsbereich relativ schnell zurecht gefunden hat – Englisch ist so etwas wie die Amtssprache bei Infineon –, waren die ersten Tage für Sohn Peter besonders schwierig. Vater Peter Fritz: „Das war unsere größte Sorge, ob er sich rasch wohlfühlen würde.“ Aber diese Sorge war weitgehend unbegründet. Mit der Unbekümmertheit, die nur Kinder besitzen, hat sich der kleine Peter schnell akklimatisiert und im Kindergarten zurecht und trotz aller Sprachbarrieren neue Freunde gefunden. „Auch dort war die Unterstützung überragend“, lobt der Ungar. Dass sich die Familie überhaupt zu dem Wechsel von Ungarn nach Deutschland entschlossen hat, lag in erster Linie daran, dass „ich nach neuen Herausforderungen in einem anderen Arbeitsbereich gesucht habe, als jenem, in dem ich vorher in Ungarn tätig war.“

Herausforderung bewusst gesucht

Deshalb stand für Peter Fritz fest, dass er eine neue Herausforderung suchen würde. Und die hat er bei Infineon gefunden: „Alle meine Erwartungen sind erfüllt worden. Ich habe in diesem einen Jahr mehr gelernt als in vielen Jahren zuvor.“

Vor allem die Teamarbeit gefällt ihm dabei. Da am Standort in Belecke Menschen aus 35 Nationen beschäftigt sind, stellt sich die Frage nach Integration erst gar nicht: Infineon ist gelebte Integration. Oder wie es Pressesprecher Jörg Malzon-Jessen formuliert: „Bei uns funktioniert die Welt im Kleinen.“

Auch das ist eine Erfahrung, die Peter Fritz nicht mehr missen möchte: „Dadurch wird der eigene Horizont unwahrscheinlich erweitert.“ Inzwischen gefällt es der Familie, die in Belecke zu Hause ist, so gut hier, dass sie sich vorstellen können, für immer hier zubleiben. Peter Fritz: „Deutschland kann zu unserer neuen Heimat werden. Das wünschen wir uns.“