In Hemmern wird das Internet flott gemacht

Hemmern..  Schnelleres Internet für Hemmern rückt näher. Das vom früheren städtischen Wirtschaftsförderer Dr. Tobias Fehlbier auf Initiative von Ortsvorsteher Stephan Deimel eingestielte Projekt kann umgesetzt werden. Ob es allerdings noch in diesem Jahr klappt, ist nicht ganz sicher. Symbolisch überreichte Bürgermeister Peter Weiken bei der Dorfversammlung Deimel den Förderbescheid über 108 000 Euro. Sie kommen aus dem von Land, Bund und EU gespeiste Fördertopf für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

Binnen Jahresfrist

Übrig bleibt bei einer von der Telekom ermittelten Deckungslücke von 120 000 Euro, die das Unternehmen am Verlegen eines Glasfaserkabels bis zum zentralen Verteilerkasten hinderte, somit ein städtischer Eigenanteil von 12 000 Euro. „Das ist eine Summe, die die Stadt guten Gewissens aufwenden kann“, versicherte Weiken.

Nun müsse es zu einem Vertragsabschluss mit der Telekom kommen. In diesem werde zugesichert, das Projekt „binnen Jahresfrist“ zu verwirklichen, was in Langenstraße und Drewer auch geklappt habe. Die Kunden jedoch, betonte der Bürgermeister, seien nicht an die Telekom gebunden. Sie könnten Verträge mit ihren bisherigen Anbietern abschließen. Wichtig ist ihm die Botschaft „Das schnelle Internet wird definitiv kommen.“ Die Übertragungsgeschwindigkeit wird sich von 2 auf bis zu 50 MBit erhöhen. Dies sei ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor für Unternehmen wie für potenzielle Neubürger. „Aus heutiger Sicht sind wir dann in Hemmern gut versorgt.“ Wie die Entwicklung weitergehe, werde die zeit zeigen.

Besser versorgt als viele Rüthener

„Es ist eine große Leistung, dass wir erreicht haben, dass so viele Mittel nach Hemmern fließen“, betonte Stephan Deimel mit Blick auf die nur 167 Einwohner. „50 MBit – das haben die meisten in Rüthen nicht“, freute er sich. Baggerarbeiten seien nur bis zum zentralen Verteilerkasten, nicht aber im Ort notwendig, betonte er. Die Nutzer müssen nur Änderungen am Hausanschluss vornehmen lassen.