Im Sattel Sehenswertes entdecken

Eine Anradel-Tour führt in diesem Jahr auch zum Schloss Körtlinghausen.
Eine Anradel-Tour führt in diesem Jahr auch zum Schloss Körtlinghausen.
Foto: privat

Rüthen..  Wenn die ersten Frühlings-Sonnenstrahlen die Luft erwärmen dann beginnt auch die Zweirad-Saison. Bevölkert werden die Straßen und Wege dann allerdings nicht nur von den Motorradfahrern, sondern auch von denen, die kräftig in die Pedalen treten müssen, den Fahrradfahrern. Kreisweit findet das Anradeln im Kreis Soest am Sonntag, 26. April, statt. In Rüthen werden erstmals zwei Touren angeboten – eine romantische Dörfer-Tour und eine Mountainbike-Tour. Treffen ist für beide Touren um 13.40 Uhr am Hachtor.

„Romantische Dörfer und idyllische Plätze“ ist die 25 Kilometer lange Tour überschrieben, die auch für Familien mit Kindern gut zu bewältigen ist. Sie hat nur wenige kurze Anstiege, bei denen Ungeübte gegebenenfalls absteigen und schieben können. Es besteht die Möglichkeit, um 13.55 Uhr an der Spitzen Warte zum Radlertross hinzu zu stoßen.

Von der Spitzen Warte aus, einem der höchsten Punkte des Haarstrangs, führt der Weg zunächst in westliche Richtung vorbei an der liebevoll restaurierten Windmühle. Von hier aus hat man bei gutem Wetter einen guten Blick über die Höhen des Sauerlands und nach Norden bis ins Münsterland. In Menzel angekommen, führt der Weg an der St. Johannes-Kirche vorbei weiter nach Nettelstädt und von dort aus nach Hoinkhausen. Hier befindet sich der historische Kirchspiel-Mittelpunkt zu dem neben der St. Pankratiuskirche der Zehntspeicher, das Fachwerk-Pastorat und die alte Herold’sche Schule zählen.

Über die Hoinkhauser Straße führt die Rad-Route ein kurzes Stück steil bergab, im Tal dann etwa 1,5 Kilometer am Hoinkhauser Bach entlang, ehe die Radler auf die Ortschaft Westereiden stoßen. Am Dorfplatz kann eine gemütliche Rast eingelegt werden.

Sehenswerte Kirchenausmalung

Frisch gestärkt geht es auf der Oststraße nach Oestereiden. Dort umfahren die Radfahrer nach Überquerung der Hauptstraße die St. Antonius-Kirche und kommen schließlich über die wenig befahrene L 747 in das Doppeldorf Langenstraße-Heddinghausen. Ein Hingucker ist die Kirche St. Johannes Baptist mit ihrem mächtigen Kirchturm und der Innenbemalung. In Heddinghausen sollte man am idyllischen Dorfteich die Gelegenheit zu einer kurzen Verschnaufpause nutzen und Kräfte sammeln für die letzte Etappe. Leicht, aber stetig bergauf verläuft diese über Hemmern an der Kapelle St. Anna vorbei. Die Radfahrer unterqueren L 776 und kommen wieder an der Spitzen Warte an.

Etwa 30 Kilometer lang ist die Mountainbike-Tour, die über leichtes bis mittelschweres Gelände führt. Zielgruppe sind geübte Mountainbiker. Die Radtour beginnt am Hachtor und führt durch das Möhnetal über den Kupferbusch zum barocken Wasserschloss Körtlinghausen. Von dort aus geht es ins Naturschutzgebiet Lörmecketal, an der Kulturhöhle Hohler Stein vorbei bis zum Bikerpark am Rabennest. Hier besteht die Möglichkeit zur Einkehr bei Kaffee und Kuchen.

Nach der Pause fahren die Mountainbiker entlang des Schlagwassers ins Naherholungsgebiet Bibertal und über den Mönkerberg zurück zum Startpunkt.

Nun hoffen alle Beteiligten nur noch auf eines: Gutes Wetter. „Letztes Jahr hatten wir extremen Regen“, erinnert sich Ute Sasse vom Tourismusbüro. Die Ausfahrt fiel daher nicht nur sprichwörtlich ins Wasser.