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Kunst

Im kreativen Gleichklang mit der Natur

25.07.2012 | 15:00 Uhr
Im kreativen Gleichklang mit der Natur
Der Kunst- und Lyrikweg bei Wickede an der Ruhr. Foto: Andreas Thiemann

Wickede. Die Radler-Gruppe steigt in die Bremsen und staunt: „Steht das zufällig hier? Und gibt es da noch mehr von?“ „Allerdings“, freut sich Gabi Birske über das sichtliche Interesse der Spazierfahrer, die am Uferrand der Ruhr bei Wickede just auf den neuen Kunst- und Lyrikweg gestoßen sind.

Innerhalb von nur fünf Monaten sind hier im vergangenen Jahr zwölf Kunststationen eingerichtet worden, wo auf Stelen und Podesten sowie einigen Metalltafeln Kunstfertiges in Wort und Form geboten wird. Gabi Barske hatte die Idee aus einem Schweiz-Urlaub mitgebracht und im Freundeskreis dafür geworben: „Warum sollten wir nicht auch etwas Ähnliches bei uns daheim zustande bringen?“ Einige Künstlerinnen und einen Bildhauer konnte sie schnell für das Projekt gewinnen, dazu noch Elvira Biekmann, die als Gleichstellungsbeauftragte von Wickede ohnehin stets auf der Suche nach frischen, kreativen Ideen war und ist.

Der Kunst- und Lyrikweg entstand innerhalb weniger Wochen

Mithilfe einiger Sponsoren und mit vielen gutwilligen Ehrenamtlichen wuchs der Kunst- und Lyrikweg innerhalb weniger Wochen. Dass am Ende zur offiziellen Einweihung mehr als 400 Menschen kamen, empfinden die künstlerischen Organisatoren und Gestalter noch heute als ein kleines Wunder, sehen darin aber zugleich natürlich auch den Ansporn, Weiteres auf ihrem Weg einzurichten und aufzubauen.

Die zahlreich vorbeikommenden Spaziergänger und Radfahrer werden mit kleinen und größeren Kunstwerken aus Holz, Metall, Glas und Keramik konfrontiert. Zwischendurch laden Edelstahlschilder, auf den Gedichte von Goethe und anderen Geistesgrößen auszugsweise abgedruckt sind, ebenfalls zum Verweilen ein.

Kunstprojekt mit Kindern und Senioren

„Generationen in Bewegung“ heißt das Kunstprojekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Interesse bei Jungen wie bei Älteren angesichts der Freiluft-Exponate zu wecken - vor allem aber auch im generationenübergreifenden Miteinander die Kunstwerke überhaupt erst zu erstellen. So arbeiteten für die ersten zwölf Stationen Kindergartenkinder und Bewohner eines Seniorenheims buchstäblich Hand in Hand zusammen.

So wurden die großen Holzskulpturen von Sigi Willmann direkt am Ruhr-Ufer gefertigt, während die Passanten ihm neugierig über die Schulter schauten. Und so sollen auch künftig Menschen aller Altersgruppen miteinander ins Gespräch und ins phantasievolle Schaffen kommen.

Hannelore Gasse, die u. a. mit Schülern getöpfert hat, freut sich darüber, wie schön ihre markanten Kopf-Stelen in die idyllische Natur passen, während Gabi Barske einer ganzen Reihe von Ton-Fischen ein ufernahes Leben auf filigranen Stangen ermöglicht hat.

„Wir sind ein gutes Team“, sagt die engagierte Künstlergruppe, die sich auch für die Zukunft noch viel vorgenommen hat, um den Wickeder Kunst- und Lyrikweg weiterhin mit frohem Leben zu erfüllen. Und Wickedes stellvertretende Bürgermeisterin, Gertrud Martin, ist über das anhaltende Engagement der Beteiligten nicht zuletzt auch „von Amts wegen“ hochzufrieden.

Andreas Thiemann



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