Ilse Lawrenz schon 1935 konfirmiert

Die Jubelkonfirmanden aus Warstein und Rüthen
Die Jubelkonfirmanden aus Warstein und Rüthen
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Die Rüthenerin Ilse Lawrenz war die älteste, die schon vor 80 Jahren den Konfirmationssegen erhielt. Eine große Gruppe feierte jetzt Jubiläum.

Warstein..  Die Erinnerungsfeier zu ihren einstigen Konfirmationen machte auch sichtbar, dass die evangelischen Christen aus der Region nun zu einer großen Gemeinschaft „Evangelische Kirche Warstein“ zusammengefunden haben; denn aus allen Stadtteilen wie Allagen, Sichtigvor und Hirschberg sowie den Dörfern der Stadt Rüthen vereinten sich die, die ihr Goldenes, Diamantenes oder Eisernes Jubiläum begehen wollten, in der Martin-Luther-Kirche.

Die große Schar hatte sich vom Gemeindehaus unter Führung von Gemeindepfarrerin Jutta Schorstein auf den Weg gemacht, freudig begleitet vom Festtagsgeläut der Kirchenglocken und dem brausenden Wohlklang von Orgel und Posaunen.

Unter ihnen die beiden Ältesten, der Warsteiner Karl Hildebrandt, der vor 75 Jahren konfirmiert wurde und die Rüthenerin Ilse Lawrenz, die schon vor 80 Jahren den Segen erhielt; beide wurden mit Beifall der Gemeinde empfangen.

Passend für dieses Erneuern des Glaubensbekenntnisses – diesem „Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige, christliche Kirche...“ war der Predigttext für diesen Sonntag, der im Johannes-Evangelium im 3. Kapitel steht, und den Pfarrerin Jutta Schorstein so auslegte, dass sie mit ihren Worten alle erreichte: In ihrem „Bis hierher hat mich Gott gebracht“, wie es in einem Bekenntnislied dann auch gesungen wurde, hätten sie alle sicher irgendwann Gottes Nähe erfahren, hätten sie sich wie Nikodemus mit der Frage der Wiedergeburt auseinandergesetzt, hätten die Antwort über den Heiligen Geist erhalten, „dieses entnehme ich, da sie sich für diesen Segnungsgottesdienst angemeldet haben.“

Nach Geboten Leben ausgerichtet

Sie hätten diese Bibelstelle wie die zehn Gebote in ihrem Konfirmandenunterricht auswendig gelernt, „mit all’ den langen und ausführlichen Erklärungen“, und sie hätten ihr Leben danach ausgerichtet: „Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.“

Gemeinsam setzten sich dann alle an die Mittagstafel. Später wurden dann Torten über Torten aufgetischt, die die Frauengemeinschaft gebacken hatte, die auch den restlichen Service übernommen hatte. Zwischendurch las Betty Römer-Götzelmann ihre Konfirmationsgeschichte aus ihrem Buch „Im Land von Kartoffel und Stippe“ vor, und sie erhielt Zustimmung, dass alle diese oder ähnliche Erlebnisse hatten; egal in welchem Landstrich Deutschlands sie einst konfirmiert worden waren.

Schließlich wurde den beiden Organisatorinnen, den Presbyterinnen Ute Spork und Martha Bos-Bröker herzlichst gedankt für ihre enorme Arbeitsbewältigung.