Ideen zur Zukunft des Hirschberger Freibad-Geländes erarbeiten

Waldfreibad Hirschberg, Luftbild von Warstein, Sauerland
Waldfreibad Hirschberg, Luftbild von Warstein, Sauerland
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Wie geht es weiter mit dem seit vier Jahren brach liegenden Freibadgelände in Hirschberg? Die SPD will jetzt an Planungen aus dem Jahr 2012 anknüpfen, um neue Nutzungsmöglichkeiten für die Fläche zu finden.

Hirschberg..  „Das muss wieder auf die Schiene“, betont Fraktionsvorsitzender Gerd Flaig, „wir brauchen vernünftige Ideen, denn das ist ein tolles Gelände.“

Auch in der heutigen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wird das Thema zur Sprache kommen. „Die Verwaltung hat bereits vor längerer Zeit Pläne vorgestellt“, erinnert Flaig. Im Sommer 2012 gab es einen Interessenten, der einen Wohnmobilstellplatz mit 30 bis 35 Plätzen anlegen wollte. Damals beschloss die Politik, das Freibadgelände als sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Freizeit und Erholung“ auszuweisen. Nachdem die Wiedereröffnung des Schwimmbads inzwischen endgültig gescheitert zu sein scheint, soll an dieser Stelle angeknüpft und der Beschluss umgesetzt werden.

„Hirschberg hat es verdient, dass dort etwas Tolles geschaffen wird“, sagt Gerd Flaig, „das sollte die Politik durch Rahmensetzung unterstützen.“ Die Änderung des Bebauungsplanes „Feriendorf Langenbruch“ und die Ausweisung eines sonstigen Sondergebiets soll noch in diesem Jahr als Entwurf öffentlich ausgelegt werden, teilt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage mit.

Damit sollen möglichen Interessenten weitgehende Möglichkeiten offen gelassen werden – vom Wohnmobilstellplatz über einen Jugendstellplatz bis hin zum Übungsgelände für Outdoor-Sportarten. Ausgeschlossen sind Nutzungen für Wohnen, Einzelhandel, Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie Vergnügungsstätten aller Art. Die Zukunft des Beckens bliebe offen.

Dass die SPD jetzt bei der Nachnutzung des Freibadgeländes aufs Tempo drückt, nachdem sie die Wiedereröffnung abgelehnt hatte, sorgte in Hirschberg für Kritik. „Ich bleibe dabei, dass der Tourismus, der in Hirschberg an der Altersgruppe 60+ orientiert ist, nicht die wirtschaftlichen Bedingungen für ein Freibad schafft“, kontert Gerd Flaig. Er wünsche er sich eine Folgenutzung, die die vorhandene Form des Tourismus stärkt. „Dieses tolle Gelände sollte nicht länger brach liegen.“