Hundeflüsterer überzeugt "Asti"
07.09.2007 | 04:40 Uhr 2007-09-07T04:40:50+0200Werl-Westönnen. Während einige Anwohner aufgrund der großen Polizeipräsenz an einen Schlag gegen mafiose Netzwerke glaubten, handelte es sich lediglich um die Beseitigung einer "tierischen" Gefahrenstelle, zu der Polizei-Beamte Donnerstagnachmittag zwisch
Kurz nach 13 Uhr meldete ein Anrufer, dass ein herrenloser Bernhardiner im Bereich der Bahnstrecke unterwegs sei. Kurze Zeit später wurde vom Stellwerk in Soest mitgeteilt, dass ein angefahrener Bernhardiner auf der Strecke liegen würde.
Der Bahnverkehr wurde unterbrochen und die zuerst eintreffenden Beamten fanden den unverletzt zwischen den Schienen liegenden Hund. Dieser ließ sich aber nicht einfach einfangen. Für etwa zwei Stunden waren sieben Polizeibeamte, Angestellte der Stadt Werl und freiwillige Helfer tätig, um die Bernhardinerin zu überzeugen, dass sie in den städtischen Transporter steigen solle. Immer, wenn sich jemand auf etwa zwei Meter Abstand näherte, erhob sich das Tier und ging ein Stück weiter. Auf die Anwendung von pädagogischen Tricks wie Einsatz eines Lockhundes, Reichen eines Schnitzels oder andere Leckereien reagierte die Hündin zwar mit Interesse, konnte aber nicht überzeugt werden.
Erst als ein Werler Bezirksbeamter dem Tier aus nächster Nähe etwas ins Ohr flüstern konnte, stand es auf, trottete neben dem Polizisten her und stieg in das Stadtauto. Da zunächst kein Hundebesitzer ermittelt werden konnte, wurde die verängstigte Hündin ins Soester Tierheim gebracht. Dort konnte anhand eines Chips die Vorbesitzerin ermittelt werden, die mitteilte, dass "Asti" seit wenigen Tagen bei einer Frau in Westönnen lebt.
Übrigens ließ sich der "Hundeflüsterer" nicht entlocken, was er der Hündin versprochen hat.
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