Höhere Kosten an Sauna-Besucher weitergeben

Preiserhöhung für die Sauna im Allwetterbad: Badleiter Patrick Pauschert (links) und Stadtwerke-Leiter Klaus Kellerhoff.
Preiserhöhung für die Sauna im Allwetterbad: Badleiter Patrick Pauschert (links) und Stadtwerke-Leiter Klaus Kellerhoff.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Stadtwerke passen die Eintrittspreise für die Sauna im Allwetterbad ab Montag an den höheren Mehrwertsteuersatz an. Doch das ist nicht der einzige Grund.

Warstein..  Alle Proteste und Petitionen waren am Ende erfolglos – zum heutigen 1. Juli steigt der Mehrwertsteuersatz für den Sauna-Eintritt von sieben auf 19 Prozent. Wie berichtet wird daher auch die Sauna im Allwetterbad ihre Preise erhöhen.

Gestern gaben Stadtwerke-Chef Klaus Kellerhoff und Badleiter Patrick Pauschert bekannt, um wie viel der Eintritt ab dem kommenden Montag ansteigt: für Erwachsene um zwei Euro, für Kinder und Jugendliche in der Regel um 1,50 Euro und für Kleinkinder um 50 Cent.

„Alle Saunenbetreiber stehen derzeit vor der Frage, wie sie die Mehrbelastung verkraften“, erklärt Klaus Kellerhoff. Ein Großteil der Mitbewerber im Kreis Soest hätte ebenfalls bereits Preisanpassungen angekündigt.

Anhebung zwei Mal verschoben

Vorausgegangen war eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes, nach der ein Sauna-Gang „der persönlichen Lebensführung zuzuordnen“ sei und nicht mehr als Bestandteil eines Heilbades angesehen werden dürfe. Zwei Mal hat das Finanzministerium die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes danach noch verschoben, aber seit heute ist sie offiziell.

Die Steuererhöhung ist dabei nicht der einzige Grund für die höheren Preise in der Warsteiner Sauna, die jährlich rund 7000 Gäste verzeichnet. „Wir müssen Kostensteigerungen weitergeben“, führt Pauschert aus. Seit 2008 seien die Eintrittspreise unverändert gewesen. „In diesem Zeitraum sind die Energiekosten um 25 Prozent gestiegen, die Personalkosten um 20 Prozent.“

Klaus Kellerhoff macht deutlich: „Irgendwann müssen wir die höheren Kosten in unseren Preisen ausdrücken, wenn wir annähernd in einen wirtschaftlichen Bereich kommen wollen.“ Doch auch nach der Erhöhung gehöre man weiterhin zu den günstigeren Angeboten in der Region.

Kein Besucherrückgang erwartet

Hauptgrund des Preisanstiegs bleibe aber die Steuererhöhung, betont der Stadtwerkeleiter. So enthält der Preis einer Tageskarte für Erwachsene, der wochentags bei zwölf Euro liegt, bisher Mehrwertsteuer in Höhe von 79 Cent, dem Bad bleiben 11,21 Euro. Ab dem kommenden Montag zahlen Besucher 14 Euro, von denen dann 2,24 Euro abgeführt werden müssen und das Bad 11,76 Euro verdient – also rund 50 Cent mehr unter den bisherigen Bedingungen. „Die Preissteigerungen bei Kindern und Jugendlichen decken die Steuererhöhung noch nicht einmal komplett ab“, erklärt Patrick Pauschert.

Mit einem Besucherrückgang rechnet das Allwetterbad nicht. Seit einigen Wochen wurden die Gäste bereits mit Aushängen auf den bevorstehenden Anstieg der Eintrittspreise vorbereitet. „Die Leute sehen das ein“, berichtet Patrick Pauschert von den bisherigen Reaktionen. „Wir haben viele Stammkunden, denen bewusst ist, dass die Preise schon seit sieben Jahren stabil sind“, ist Pauschert überzeugt.