Hirschberger Klöpplerinnen auf Kongress im Saarland

Hirschberg..  Einmal im Jahr fährt die Klöppelgruppe zum Klöppelkongress – immer am Wochenende nach Ostern. In diesem Jahr fand der 33. Kongress in Saarlouis statt. Schon die Anreise per Bahn durch Rhein-, Mosel- und Saartal war für die Gruppe ein Erlebnis.

Saarlouis ist eine Festungsstadt, die unter dem Sonnenkönig Ludwig XIV als Grenzbefestigung erbaut wurde. An diesem Wochenende war die Stadt von Klöpplerinnen „belagert“. Unzählige waren unterwegs von einer Ausstellung zur anderen. Die Wegweiser waren große beschriftete Holzklöppel – das diente der Orientierung.

Historisches und Modernes

In den Austellungen waren historische und auch moderne Spitzen ausgestellt. Zum Thema des Kongresses, „Halbschlag“, gab es einen großen Raum mit lauter Studien dazu. Im Rathaus wurden unter anderem Wettbewerbsarbeiten ausgestellt. Dort konnten die Klöpplerinnen einen Publikumsliebling wählen. In einer Turnhalle gab es rund 60 Stände mit Klöppelbedarf. Da mussten sich die Frauen aus Hirschberg doch manchmal bremsen. „Wir Klöpplerinnen müssen sowieso schon 120 Jahre alt werden, um unsere Garnvorräte abzuarbeiten“, scherzten sie.

Bürgermeister lädt erneut ein

Der Bürgermeister von Saarlouis berichtete am Abend in launigen Worten von der Zusammenarbeit zwischen dem Klöppelverband und der Stadt im Vorfeld des Kongresses. Er schlug sogar vor, Saarlouis in den nächsten Jahren noch einmal auszuwählen. Dann übergab er an den Bürgermeister von Emden, wo der 34. Kongress in 2016 stattfindet.

Die Stadt Saarlouis hat den Klöpplerinen gut gefallen: „Alles top“, lautet ihr Fazit. Sie waren in einer Ferienwohnung etwa sechs Kilometer außerhalb untergebracht. Der öffentliche Nahverkehr sei spitze gewesen. Sogar am Samstagabend seien sie gut ins Quartier gekommen.