Hirschberg wappnet sich für Landeswettbewerb

Fachwerkhaeuser, Hirschberg mit St.-Christophorus-Kirche in Hirschberg , Warstein, Sauerland, Warstein, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Europa
Fachwerkhaeuser, Hirschberg mit St.-Christophorus-Kirche in Hirschberg , Warstein, Sauerland, Warstein, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Europa
Foto: www.blossey.eu
Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ setzen der Vereinsring Hirschberg und Ortsvorsteher Franz Linneboden auf Sieg. Entscheidend wird die Zukunft des Freibad-Geländes sein.

Hirschberg..  Ganz im Zeichen des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ wird das Jahr 2015 in Hirschberg stehen. Nachdem die Bergstadt den Wettbewerb auf Kreisebene 2014 gewonnen hat, können die Hirschberger im kommenden Sommer abermals eine Bewertungskommission begrüßen. Das Ziel ist für Dieter Bräutigam, Vorsitzender des Vereinsrings, eindeutig: „Silber und Bronze auf Landesebene hatten wir schon – jetzt wollen wir uns natürlich steigern.“

Noch in diesem Monat wird der Vorstand des Vereinsrings beraten, welche Maßnahmen bis zum Sommer umgesetzt werden sollen. „Da sind einige Sachen in Vorbereitung“, kündigt Dieter Bräutigam an.

Einige Anregungen bot etwa der Abschlussbericht des Kreiswettbewerbs, der die Hirschberger kurz vor Weihnachten erreichte. „Darin ist ziemlich alles gesagt“, freut sich Dieter Bräutigam über viele lobende Worte – insbesondere über Hirschberg 2020. „Die Zukunftswerkstatt bringt den Ort richtig voran“, schreibt die Kommission, die von dem Ortstermin im Juni spürbar angetan war: „Die Vorstellung Hirschbergs war beeindruckend, ein richtiges Feuerwerk an Informationen.“

Die Jury zeigt sich begeistert vom Engagement der Bürgerstiftung und des Bilsteintalvereins ebenso wie von den touristischen Perspektiven Hirschbergs, das „mit Angeboten für alle Generationen breit aufgestellt“ sei. Ein Hauptaugenmerk wird auf die ehemalige Grundschule gelegt, in der Räumlichkeiten für Vereine, Jugendliche und Senioren geschaffen wurden. „Generationen unter einem Dach, dies ist vorbildlich“, lobt die Kommission.

Fördermittel für früheren Schulhof

Der Abschlussbericht zeigt allerdings auch Verbesserungsvorschläge auf. So sei das Außengelände der Schule „sehr asphaltlastig und könnte eine grünere Überplanung vertragen“. Über das Leader-Programm hoffen die Hirschberger, an Fördermittel für eine Umgestaltung zu kommen. „Das können wir nicht selbst finanzieren, weil die Entsorgung so teuer ist“, erklärt Dieter Bräutigam, „aber da sind wir dran.“

Darüber hinaus soll die Beteiligung am Projekt „Unser Dorf ist Energieklug“ ebenso vorangetrieben werden wie der Bau des Bürgerradwegs zur Bilsteinhöhle. „Der Radweg ist in trockenen Tüchern“, freut sich Bräutigam, „vielleicht können wir der Bewertungskommission im Sommer bereits die neue Trasse präsentieren.“

Nur mit einem Satz wird im Abschlussbericht das Waldfreibad und dessen geplante Wiedereröffnung erwähnt. „Das ist jetzt Schnee von gestern“, sagt Dieter Bräutigam, fürchtet aber keine negativen Auswirkungen auf den Landeswettbewerb, „denn das hat Hirschberg nicht zu verantworten, wir konnten nicht mehr machen.“ Eventuell gebe es bis zur Ortsbegehung sogar bereits Ideen für die Folgenutzung des Geländes. „Man kann hinfallen“, glaubt Ortsvorsteher Franz Linneboden, „entscheidend wird sein, wie wir damit jetzt umgehen.“

Selbstbewusst geht Hirschberg in den Landeswettbewerb, wenngleich sich Dieter Bräutigam bewusst ist: „Das ist schon eine andere Hausnummer.“ 51 Bewerber kämpfen um fünf Goldmedaillen. Bräutigam und Linneboden setzen auf das Engagement der Hirschberger: „Der ganze Ort steht dahinter.“

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