Hirschberg steht unter Strom

Hirschberg..  Unter dem Motto „Dorf ist Energie(klug)“ kamen am Abend vor Christi Himmelfahrt ein paar Hirschberger zusammen und ließen sich von Profis zum Thema Stromsparen informieren.

Viele Hirschberger hatte es allerdings nicht zur Veranstaltung verschlagen: „Es hat überall in der Gegend nach Grill gerochen. Das Wetter ist einfach zu gut“, mutmaßten die Organisatoren. Etwas Regen hätte der Veranstaltung sicherlich gut getan, aber weil Wasser ohnehin kein Freund von Elektrizität ist, leistete es auch an diesem Abend keine Schützenhilfe.

Diejenigen Hirschberger, die sich aber aufraffen konnten, erfuhren einiges zum Thema Strom. Mit vier Präsentationsfolien zeigte Thorsten Kosfeld, die WVG repräsentierend, wie der Strom aus der Steckdose kommt. Er erklärte, warum es in Deutschland selbst bei einem Kraftwerkausfall nicht düster wird und warnt vor einigen Ökostrom-Anbietern: „Viele sind einfach nur Label-Kleber.“

Maßlos hoher Verbrauch

Nach der Einführung geht es ans Eingemachte und das Publikum nutzt diese Möglichkeit und löchert Kosfeld mit seinen Fragen. Am öftesten, wenn jemand wissen wolle, warum er soviel Strom verbrauche, kontert Kosfeld: „Haben Sie ein Aquarium, einen Teich oder ein Wasserbett?“. All diese Dinge verbrauchen maßlos viel Strom, der Stromprofi warnt aber auch vor einer anderen Kostenfalle: „Ein Ladegerät, dass unentwegt an der Steckdose hängt, verbraucht auch Geld.“ Er schätzt diese Kosten auf sechs bis sieben Euro im Jahr – pro Ladegerät versteht sich.

Und auch in verschneiten Wintern erkennt der Stromanbieter seine besten Kunden mit einem Blick: „Wenn ich im Winter Dächer ohne Schnee drauf sehe, dann weiß ich: Das sind meine Freunde.“

„Dorf ist Energie(klug)“-Projektmanager Lars Ole Daub erklärt, dass das Projekt in allen fünf Kreisen Südwestfalens durchgeführt wird. „Klar wissen meisten Stromverbraucher, was den Zähler auf Hochtouren drehen lässt“, sagt er. Aber es gehe vorrangig darum, die Leute noch einmal aufmerksam zu machen.

Runden auf dem E-Bike

Eine weitere Möglichkeit, sich Gedanken zum Thema „Energie“ zu machen, haben die Hirschberger am Sonntag, 17. Mai, bei der Veranstaltung „Hirschberg blüht auf“. Neben Gartengut und Leckereien wird auch ein Energieberatungsmobil vor Ort sein und Interessierte können ein paar Runden auf einem E-Bike drehen.