Hirschberg für die Zukunft gut aufgestellt

Unser Dorf hat Zukunft: Die Bewertungskommission auf Landesebene besucht Hirschberg.
Unser Dorf hat Zukunft: Die Bewertungskommission auf Landesebene besucht Hirschberg.
Foto: WP
Einen sehr guten Eindruck haben die Hirschberger am Dienstag bauf jeden Fall hinterlassen, als die Landeskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Bergstadt zu Gast war. Nicht nur das Wetter, auch die Bürger zeigten sich von ihrer besten Seite.

Hirschberg..  Einen sehr guten Eindruck haben die Hirschberger gestern auf jeden Fall hinterlassen, als die Landeskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Bergstadt zu Gast war. Nicht nur das Wetter, auch die Bürger zeigten sich von ihrer besten Seite. Schließlich wurden hier nicht nur die harten Fakten übermittelt, es wurde auch agiert: Die Handarbeitsgruppe strickte vor dem Pfarrheim Socken aus fair gehandelter Wolle – und nahm auch gleich Bestellungen entgegen, die Kinder spielten vor der Kita im Wasser, während deren Leiterin Angelika Nordsiek-Lischka erzählte, dass selbst Mädchen und Jungen aus Warstein die Einrichtung besuchen, und der Feuerwehr-Nachwuchs hielt eine kleine Übung ab.

Fortschritte gemacht

Dass sich seit dem letzten Besuch der Landeskommission vor drei Jahren einiges getan hat, stellten die Hirschberger eindrucksvoll unter Beweis. „Hirschberg ist schon wettbewerbserfahren“, lobte deren Chefin Annegret Dedden und zog als positives Fazit, dass die Bürger seit dem letzten Besuch einige Fortschritte geschafft haben. „Wir haben viele neue Eindrücke gewonnen. Besonders die Grundschule kann man als Projekt herausstellen“, erklärte sie beim Abschluss am Kohlenmeiler.

In dieser haben inzwischen nicht nur die Musiker und Karnevalisten eine Heimstatt gefunden, auch die Jugendlichen haben hier einen Versammlungsraum – und bekommen in Kürze eine Küche, in der sie beispielsweise zusammen mit den Senioren backen können. Diese teilen sich das ehemalige Lehrerzimmer mit der Krabbelgruppe. „Hier darf jeder mitkrabbeln, der Lust hat“, betonte Michael Pelster.

Dafür, dass Hirschberg auch ohne Grundschule lebenswert ist, sind 34 Neubürger im 1. Quartal 2015 ein sicherer Beweis. Eine Neubürgerin, die gebürtige Italienerin Sonia Manzolini, erzählte auf charmante Weise, was ihr an ihrer neuen Heimat gefällt. Zunächst sei es die Lage des Dorfes gewesen, die sie reizte, doch dann habe sie gemerkt, „Wie gut und schnell man sich hier einleben kann. Die Bevölkerung ist sehr offen, sie nimmt einen schnell auf in der Gemeinschaft“, lobte sie. In Italien, auf Malta, in Amsterdam, Brüssel und anderen Städten, in denen sie vorher gelebt habe, habe sie ganz andere Erfahrungen gemacht. „Hirschberg hat etwas, wonach wir lange auf der Suche gewesen sind. Es ist nicht nur ein Ort, es ist eine Gemeinschaft.“

Einzelhandel gut aufgestellt

Die vielen Vereine, die schöne Lage machen Hirschberg lebenswert. Hinzu kommt aber auch, dass man hier alles bekommt: Es gibt einen Lebensmittel- und einen Getränkemarkt, Bäcker und Raumausstatter, Schuster und Arzt. Und natürlich eine lebendige Kirchengemeinde. Diese hat von Bücherei über faire Gemeinde bis zum Ferienprogramm und der kfd, die am Sonntag auch zur längsten Tafel eingeladen hatte, einiges zu bieten.

Ein Projekt stellte Joachim Heidrich der Kommission noch vor: Die Gestaltung von Pluggen Platz und er konnte verkünden, dass man bei der Gestaltung Tipps der Kommission berücksichtigt hatte. „Wir sind gerne bereit, der Bundeskommission zu berichten, dass wir wieder Anregungen der Landeskommission umgesetzt haben“, warb er für Gold für Hirschberg.