Hinter den Kulissen des DRK-Ortsvereins

DRK-Ortsverein Warstein feiert 90-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür am DRK-Heim.
DRK-Ortsverein Warstein feiert 90-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür am DRK-Heim.
Foto: Elisa Sobkowiak
Was wir bereits wissen
Am 13. Juni 1925, sprich am vergangenen Samstag vor 90 Jahren ist das DRK gegründet worden. Anlässlich dieses Jubiläums standen die Türen am Josefswäldchen der gesamten Bevölkerung gut einen Tag lang offen,

Warstein..  Am 13. Juni 1925, sprich am vergangenen Samstag vor 90 Jahren, soll das DRK in Warstein Recherchen zufolge gegründet worden sein – 90 Jahre geprägt von ehrenamtlichem Einsatz, Engagement und Bereitschaft. Anlässlich dieses Jubiläums standen die Türen am Josefswäldchen der gesamten Bevölkerung gut einen Tag lang offen, um sich einmal einen intensiven Einblick in die Arbeit der Rotkreuzler verschaffen und sich über deren breites Tätigkeitsfeld informieren zu können.

Grillspezialitäten, ein gut bestücktes Kuchenbuffet und kühle Getränke sollten dabei für die nötige Kraft sorgen, sich alles genau anzuschauen: Insbesondere die zwei großen Bereiche Betreuung und Versorgung sowie Sanität gab es zu entdecken – hierfür hatten die Helferinnen und Helfer des DRK die entsprechenden Fahrzeuge am Josefswäldchen positioniert, mit denen auch bei Einsätzen gearbeitet wird. Im Bereich Betreuung werde sich beispielsweise mithilfe der Feldküche um die Versorgung von unverletzten Betroffenen gekümmert; auf Anhieb seien hiermit 300 Leute satt zu kriegen, so Rotkreuzleiter Gregor Müller. Mit einem anderen Lastwagen werde sich dagegen um die Wasserversorgung der Patienten am Unfallort gekümmert: 2000 Liter Trinkwasser können mit einem Mal transportiert werden, erfuhren die Besucher des Tags der Offenen Tür – vier Lastwagen für diese Trinkwassermenge gebe es im Kreis Soest. Für alle Fälle sei das DRK gewappnet, so gehören beispielsweise auch Regenponchos und andere praktische Hilfsmittel mit zur Ausrüstung.

Zur Darstellung des Fachbereichs Sanität war eine Art Behandlungsplatz aufgebaut, zudem wurden Rundfahrten mit dem Krankentransportwagen (KTW) angeboten, was insbesondere bei den kleineren Gästen des Jubiläumsfestes auf großen Anklang stieß. Auch mit einer Hüpfburg in Form eines KTWs, Kinderschminken, Stockbrotbacken und einer Stationsrallye, bei der etwa Fragen wie „Welche Farbe haben die Altkleidercontainer“ oder „Seit wann gibt es das DRK Warstein“ beantwortet werden mussten, wurden die Kinder spielerisch in das Geschehen integriert, während sich die Erwachsenen über die Technik, die hinter so manchen Einsatzfahrzeugen steckt, informieren ließen. Für die musikalische Untermalung sorgte Volkert Bahrenberg mit seinem Keyboard.

Praktische Vorführungen

Auch einige Projekte wurden im Rahmen des Jubiläums vorgestellt, so etwa der Seniorennachmittag, der jeden Dienstag im Vereinsheim stattfindet oder die mit dem Blutspendedienst kooperierende Stefan-Morsch-Stiftung: Zahlreiche Jubiläumsgäste ließen sich im Rahmen des Festes als Stammzellspender registrieren. „Mindestens 20 neue potenzielle Spender sind heute dazu gekommen“, freute sich Mitarbeiter der Stiftung, Dr. Udo Vögeler. Zwischenzeitlich sorgten Schüler des Schulsanitätsdienstes für praktische Vorführungen, so etwa an dem Fallbeispiel eines Mädchens, das sich am Kopf verletzt hat.

Unter der Moderation von Gregor Müller zeigten die Sanitäter Vivien Wiemer und Darius Kaczmarek, was in solch einem Fall zu tun ist, verarzteten und beruhigten die junge Frau. An Puppen konnten die vielen interessierten Besucher im Vereinsheim auch selbst aktiv werden und etwa Reanimation ausprobieren und sich Tipps von den Profis holen.