Hervorragende Gelegenheit, Netzwerke aufzubauen

Soest..  Aus ganz Deutschland treffen Studierende, Absolventen, Professionals, Schüler und Arbeitgeber beim Karrieretag am kommenden Mittwoch, 22. April, aufeinander, um erste Kontakte zu knüpfen. Für alle Beteiligten ist die überregional bekannte Jobmesse somit eine hervorragende Gelegenheit, Netzwerke aufzubauen. Für viele, die aktiv auf der Suche nach einem Ausbildungs-, Praktikumsplatz oder einem Job sind, sogar die Eintrittskarte ins Unternehmen ihrer Wahl. Eva Straeten hat an der Fachhochschule Südwestfalen Design- und Projektmanagement studiert.

Praxisprojekt gefunden

Über den Karrieretag fand sie ein Praxisprojekt (Pflichtpraktikum) bei der Mercedes Benz Minibus GmbH in Dortmund und hat dort ihre Bachelor-Arbeit geschrieben. Eva Straeten kennt und schätzt das Konzept des Karrieretags durch ihre Mitarbeit im Organisationsteam. Bei der Auflage der Jobmesse in 2014, machte sie sich dann gezielt auf die Suche nach einem Platz für ihr Praxisprojekt.

Messekatalog und Quick-Find

„Ich stand unter Zeitdruck, weil das Praktikum im 6. Semester gemacht werden muss. Zusätzlich hatte ich aber auch noch Präsenztage an der Fachhochschule“, erklärt die 23-Jährige. Über den Messekatalog und den Quick-Find (Unternehmensdatenbank), hatte sie sich zuvor über alle Aussteller informiert.

Systematisch suchte sie dann besonders interessante Unternehmen aus, und nahm diese über die jeweiligen Firmen-Homepages genauer unter die Lupe. „Ich hatte jeweils ein Anschreiben vorbereitet. Und wenn Stellen im Internet schon ausgeschrieben waren, habe ich die ausgedruckt. So hat man später im Gespräch am Stand eine Grundlage, um darüber zu sprechen.“ Ganz begeistert ist sie auch vom Service der Firma „Alphajump“. Kostenlos konnten sich Besucher am Karrieretag Bewerbungsfoto und Bewerbungsflyer ausdrucken lassen.

Als erstmaliger Teilnehmer der Jobmesse 2014 präsentierte sich auch die Mercedes-Benz Minibus GmbH. Das Tochterunternehmen der Daimler AG entwickelt und fertigt in Dortmund das europäische Mercedes-Benz Minibusprogramm. Auf Basis des Mercedes-Benz Sprinters entstehen dort Stadt-, Überland-, Reise- und Handicap-Busse mit bis zu 40 Fahrgastplätzen. Für Eva Straeten war die Wahl dieses Unternehmens ein Glücksgriff: „Das erste Gespräch am Messestand war schon sehr gut. Keine Woche später hatte ich mein Bewerbungsgespräch und Anfang Mai konnte ich mit dem Praktikum anfangen.“ Für das Unternehmen war ein flexibles Arbeitszeitmodell kein Problem. Nahtlos angeknüpft, begann die gebürtige Aachenerin im November 2014 mit ihrer Bachelor-Arbeit. Dabei entwickelte sie ein Konzept zur Optimierung von Prozessen im Produktmanagement. Schwerpunkt war die Steuerung verschiedener Fachbereiche bei der Einführung neuer Fahrzeugausstattungen. Es ging aber auch um „Change Management“, das heißt, die Veränderung mit den Beteiligten gemeinsam zu gestalten. „Das war mein Projekt und ich durfte eigenständig das Vorgehen bestimmen“, ist die Studentin begeistert, auch von dem Vertrauen, das ihr das Unternehmen entgegengebracht hat.

Viele Chancen

Wie praxisnah das Studium Design- und Projektmanagement angelegt ist, zeigte sich in der täglichen Arbeit: „Der Anteil an Projektmanagement war sehr hoch. Zusätzlich habe ich im Studium von allen Bereichen etwas mitbekommen, Technik, BWL, usw. Ich konnte dadurch die Ansichten der verschiedenen Abteilungen im Unternehmen nachvollziehen. Das half beim Verständnis!“

Ob Studiengang oder Bachelor-Thema, Eva Straeten ist höchst zufrieden mit ihrer Wahl. Auch den Besuchern des kommenden Karrieretags stehen viele Chancen offen. „Ich finde, das ist ein super Konzept. Die Größe, der Standort – man hat nicht das Gefühl, dass man in der Masse untergeht, so wie auf einer großen Messe“, findet die Studentin. Und: „Das Wichtigste ist, man muss die Leute am Stand ansprechen. Die meisten trauen sich nicht. Aber im Gespräch entwickelt sich unheimlich viel. Und man sollte gut vorbereitet sein!“