Heiner Fahle Oberst der Bürgerschützen

Generalversammlung Bürgerschützen Rüthen, Vorstand.
Generalversammlung Bürgerschützen Rüthen, Vorstand.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Heiner Fahle folgt als Oberst der Rüthener Bürgerschützen auf den verstorbenen Walter Schlüter. Diese stehen vor dem ersten gemeinsamen Fest mit den Jungschützen.

Rüthen.. Das traditionelle Schützenfest feiern die Bürgerschützen in diesem Jahr erstmalig gemeinsam mit den Jungschützen, doch unterm Strich bleiben es zwei getrennte Vereine. Die Bürgerschützen sind an diesem Festverbund mit aktuell 772 Mitgliedern beteiligt. Über die neue Festordnung berichtete Heiner Fahle, der am Samstag bei der Generalversammlung mit nur einer Gegenstimme vom Major zum Oberst befördert wurde.

Fahle, der schon kommissarisch den Verein leitete, schließt damit die Lücke in der Führungsspitze, die durch den Tod von Walter Schlüter im Mai vergangenen Jahres entstand. Darüber hinaus gab es auch bei allen weiteren Vorstandswahlen klare Ergebnisse, außer einer vakanten Position an der 2. Fahne. Hier werde im Laufe des Jahres nach einer Lösung gesucht, heißt es.

Das kommende gemeinsame Schützenfest – lange diskutiert und nun von allen Schützen mit Spannung erwartet – gestaltet sich wie folgt: Das führende Kommando wechselt jährlich. In diesem Jahr beginnen die Bürgerschützen. Der nichtkommandierende Oberst übernimmt die Funktion eines Majors. Zwei Wochen vor dem Fest ermitteln beide Vereine gemeinsam einen Geck-König. Dieses Schießen beginnt um 15 Uhr unter der Vogelstange und endet dort auch. Antreten und Abmarsch ist um 14 Uhr am Alten Rathaus angedacht.

Das gemeinsame Hochfest beginnt am Samstag. Beide Vereine marschieren getrennt zu ihren Ständchen. Für 17.30 Uhr ist die Schützenmesse geplant, danach Kranzniederlegung am Ehrenmal und weiter geht es zum Marktplatz. Dort bekommen Bürgermeister und Pfarrer ein Ständchen. Von dort wird in die Stadthalle zum Festball marschiert. Der Abend, begleitet von einer Tanzband, gilt vornehmlich den Jubilaren und dem Jeck.

Am Schützenfestsonntag heißt es für beide Vereine um 14.30 Uhr vor der Stadthalle antreten. Die beiden Königspaare werden am Alten Rathaus abgeholt. Es folgt der Marsch durch die Straßen zum Marktplatz.

Getrennte Ehrungen

Dort angekommen, übernimmt jeder Oberst getrennt die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften. Bei den Bürgerschützen sind es in diesem Jahr acht 25-jährige, siebzehn 40-jährige, acht fünfzig und sogar zwei 60-jährige Mitglieder, die für ihre langjährige Treue geehrt werden. In der Stadthalle folgt der Königstanz und gegen 18 Uhr der traditionelle Kindertanz. Beide Königspaare bekommen in der Stadthalle einen eigenen Thron.

Am Montag treffen sich die Schützen um 9 Uhr zum Schützenfrühstück. Das folgende Vogelschießen gestaltet sich nacheinander. Es beginnt der kommandierende Verein – dieses Mal also die Bürgerschützen. Die Proklamationen erfolgen jeweils nach dem Schießen. Da sich durch das doppelte Schießen zeitlich alles nach hinten verschiebt, gibt es das Mittagessen zukünftig unter der Vogelstange.

Soweit der angedachte Ablauf des neuen und ersten gemeinsamen Schützenfestes, dem die Generalversammlung nur wenig entgegensetzte. „Wir machen es so“, betonte Heiner Fahle. In der nachfolgenden Manöverkritik werde bei Bedarf nachgebessert.

Vogelbau vergeben

Den Vogel für die Bürgerschützen baut für 120 Euro Franz Hölscher. Den Vogel für den Jeck-König Thomas Kettler und das für nur 65 Euro. Das waren die niedrigsten Gebote in der gut besuchten Schützenversammlung, und die bekommen traditionell den Zuschlag.