„Hauptsache, der Bob geht nicht kaputt“

Die 15-jährigen Schüler Florian Hoeck (vorne) und Philip Schröder bauen den Streetbob für das Team "We love Warstein".
Die 15-jährigen Schüler Florian Hoeck (vorne) und Philip Schröder bauen den Streetbob für das Team "We love Warstein".
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Philip Schröder und Florian Hoeck sitzen schon einmal Probe: Drei Tage lang haben die beiden 15-Jährigen zu diesem Zeitpunkt schon konstruiert, gesägt und geschraubt – jetzt fehlt nicht mehr viel an dem Streetbob, mit dem „We love Warstein“ am ersten September-Wochenende an der Weltmeisterschaft der WESTFALENPOST teilnehmen wird.

Warstein.. Sonntags wurde Florian Hoeck vom „We love Warstein“-Vorsitzenden Frederik Cramer angesprochen, ob er Holzplatten, Achsen, Räder und Lenkung zu einer Seifenkiste zusammenbauen möchte. „Ich habe direkt ja gesagt“, erzählt er. Auch Kumpel Philip Schröder war sofort überzeugt. Einen Tag später begann die Arbeit.

„Als erstes haben wir uns die Lenkung angeguckt“, erzählt Philip Schröder, „als wir die verstanden hatten, war das größte Problem schon gelöst.“ Danach haben die beiden Schüler des Gymnasiums Warstein das hölzerne Fahrzeug entworfen.

„Wir haben uns schließlich für die einfachste Variante entschieden“, erklärt Philip. 40 Zentimeter hoch ist die Karosserie nun an der Spitze und wächst dann schnörkellos bis auf 80 Zentimeter an. „Bei den Maßen haben wir geguckt, wie wir möglichst gut mit der vorgegebenen Platte auskommen“, so die Erläuterung.

Mit väterlicher Unterstützung schraubten die beiden die Achsen an die Bodenplatte und setzten das Lenk- und Bremsgestänge ein. „Das Lenkseil mussten wir über Kreuz verlegen, weil man sonst immer in die falsche Richtung gelenkt hätte“, erklärt Florian Hoeck. Das Anschrauben der Seitenwände war dann keine Schwierigkeit mehr.

„Dafür, dass wir so etwas noch nie gemacht haben, ist der Streetbob wirklich gut geworden“, sind die beiden überzeugt. Nur beim Einbau des Bremsklotzes stehen die Freunde noch vor einer Herausforderung. Bei der Gestaltung immerhin half „We love Warstein“: In Mosaikoptik wurden Hunderte Aufkleber des Vereins auf dem Streetbob angebracht. Kunstledersitze sollen es den Fahrern bequem machen.

Platzierung erstmal egal

Florian Hoeck und Philip Schröder sind stolz auf ihre erste Ingenieurleistung, geben sich bei der Zielsetzung für das Rennen in Winterberg aber noch zurückhaltend. „Wir haben zum ersten Mal überhaupt so eine Seifenkiste gebaut – da ist die Platzierung erstmal egal“, sagt Philip und Florian ergänzt: „Er sollte nur nicht kaputt gehen und die Fahrer sollten heile unten ankommen.“

Denn wer den Streetbob am Samstag, 6. September, die kurvige Rennstrecke hinablenken wird, steht noch gar nicht fest. Für Frederik Cramer ist klar: „Die Jungs, die den Streetbob gebaut haben, sollen auch fahren.“ Doch Florian und Philip haben mit dem VfS Warstein an dem Samstag ein Handball-Spiel in Brechten, einem Stadtteil von Dortmund. „Wie wir das unter einen Hut bringen, wissen wir noch nicht“, erzählen sie. „Aber fahren wollen wir auf jeden Fall sehr gerne.“