Hainbuchen bald auch in der Hochstraße

Warstein..  „Wir haben ja nichts gegen Bäume, aber es müssen auch Bäume sein, die passen“, beschreibt Agnes Meschede, Bewohnerin der „oberen Hochstraße“ (zwischen Nicolaiweg und Butenaf) das Problem vor Ort. Sie und ihre Nachbarn trafen sich am Donnerstagnachmittag mit Ortsvorsteher Dietmar Lange, um zu erfahren, wie es demnächst weiter gehen soll mit der Bepflanzung vor ihren Wohnhäusern. Das Ergebnis: Ab März/April sollen dort sieben Säulen-Hainbuchen stehen. Diese Baumart wurde zuletzt auch für die Mönchlandstraße ausgewählt.

„Die Hochstraße ist eine Straße, die seit 200 Jahren das Stadtzentrum ausmacht“, leitete Dietmar Lange ein. Und deswegen soll sie auch nicht kahl bleiben. Im Jahr 2013 waren die dort stehenden Akazien gefällt worden, weil sie laut Lange „zu hoch und für die Innenstadt ungeeignet waren.“

Relativ schmaler Baum

Deswegen musste nun der richtige Baum ausgewählt werden. Geplant ist auch hier die Pflanzung der Säulen-Hainbuche. Eine Züchtung, welche mit drei bis vier Metern relativ schmal sein soll. Hoch werden kann diese Art aber bis zu zehn Metern. Ingo Schaup vom Betriebshof der Stadt Warstein merkte aber an: „Die Bäume werden wegen des schlechten Standortes nur langsam wachsen, so dass man eigentlich keine Sorgen haben muss, dass sie zu groß werden.“ Außerdem sollen nur noch sieben Bäume gepflanzt werden, acht würden damit entfallen.

Neben der vermeintlichen Höhe der Bäume sorgen sich die Anwohner auch um bestehende Gasleitungen und fürchten das Problem mit dem Laub. „Normalerweise sind Gasleitungen so konstruiert, dass nichts passieren kann“, sagte Ingo Schaup dazu.

Der Antrag für das Aufstellen eines Laubkorbes läuft derweil. Dietmar Lange und Erwin Koch, der Vorsitzende des Bauausschusses, hatten sich kürzlich für das Aufstellen solcher Laubkörbe in der Stadt stark gemacht.

Noch nicht zufrieden

Einige Anwohner waren im Anschluss der Bürgerinformation aber noch nicht zufrieden: „Ich finde, dass die Bäume noch zu hoch sind. Bei zehn Metern sind sie wieder in der Dachrinne“, befand Bernd Sauerwald. Erika Neumann hat nichts gegen einen Baum, sagte aber: „Wir haben ja nur das kleine Stück vor unserem Haus. Mir geht es hier um einen Parkplatz.“