Hände werden in Kallenhardt nicht in den Schoß gelegt
14.04.2010 | 09:15 Uhr 2010-04-14T09:15:00+0200
Kallenhardt. Auch in einem relativ ruhigen Jahr hat der Förderverein Heimatpflege und traditionelles Brauchtum Kallenhardt seine Hände nicht in den Schoß gelegt, sondern vehement am Ziel „Kallenhardt attraktiver machen” festgehalten.
Kallenhardt müsse attrativer werden, betonte vor allem Rainer Geesmann in der mit sieben Anwesenden eher beschaulichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Heimatpflege und traditionelles Brauchtum Kallenhardt. Geesmann ist Vorsitzender und zugleich neuer Ortsheimatpfleger.
Fleißig und engagiert zeigte sich der Verein einmal mehr bei den geschriebenen und in Holzrahmen gefassten Texten, die an markanten Standorten des Dorfes, wie etwa der Glockenbuche oder dem Grubenbach, aufgestellt wurden. Über eine neue Infotafel dürfen sich Spaziergänger und Wanderer zudem an dem am Kallenhardter Hirscheck befindlichen Kreuz freuen. Inhalt der Tafel ist das Schicksal des jungen Kallenhardter Gerichtsdieners Weber, der im Winter des Jahres 1849 am Hirscheck aufgrund Eiseskälte erfror.
Neben der Erneuerung sämtlicher, durch den diesjährigen heftigen Winter stark in Mitleidenschaft gezogener Tafeln, rundeten allerdings auch andere Aktivitäten das Vereinsleben ab. Zu ihnen zählte insbesondere die im August des Vorjahres erstmalig veranstaltete Sommerakademie im Kallenhardter Ortskern.
Bilder, Skulpturen und Hochwertiges aus Keramik prägten das Geschehen rund um Kirche, Kindergarten, Schule und Rathaus und schafften eine „künstlerische Atmosphäre von Format”, wie Geesmann nochmals vor Augen führte und gleichzeitig eine erneute Auflage versprach. Der Ausflug zur Ausstellung „Das Herzogtum Westfalen” nach Arnsberg bildete schließlich den Abschluss des Jahres 2009.
Helfer gewinnen
Motiviert und mit dem gleichzeitigen Aufruf mehr Menschen (Kallenhardter) für die interessante Tätigkeit im Förderverein zu gewinnen, wollen die Heimatpfleger auch im nun mehr 14. Vereinsjahr alles daran setzen ihren Ort zu gestalten. Die nächste große Aufgabe wartet auf sie bereits schon: Die fortsetzende Niederschrift der Kallenhardter Geschichte mit Fokus auf die Ereignisse der letzten 50 Jahre.
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