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Gute Laune beim Karneval für Senioren

09.02.2012 | 14:30 Uhr
Gute Laune beim Karneval für Senioren
Seniorenkarneval der Carias-Konferenz Rüthen: Männer sind nicht einfach -- erzählten die Rüthener Klageweiber.

Rüthen. Was ist schöner, als an einem kalten Wintertag vor dem heimischen Ofen zu sitzen? Ausgelassen in fröhlicher Runde zu feiern, zu schunkeln und zu lachen – der Meinung waren jedenfalls über 80 Senioren, die zum traditionellen Senioren-Karneval der Caritas-Konferenz Rüthen gekommen waren.

Seit über 20 Jahren veranstaltet die Caritas die Senioren-Sitzung, bei der in diesem Jahr auch das Pflegezentrum stark vertreten war. Die Theatergruppe der kfd Rüthen unterhielt die gut gelaunten Gäste im Saal des Kolpinghauses mit einem bunten Programm, durch das Christa Mertens und Monika Schrewe führten.

Letztere hatte gleich ihre sechsjährige Enkelin als Eisbrecher eingespannt. Pia aus Delbrück berichtete von ihrem Traum, ein Tanzmariechen zu sein. „Ich dürfte tanzen, lachen, rennen“, war sich die junge Büttenrednerin sicher.

Gar nicht traumhaft war es hingegen, was ein Rentner beim Einkauf erlebte. „Eine Frau lernt man erst kennen, dann lieben, dann fürchten“, berichtete der geplagte Gatte, alias Regina Meier, der die Einkaufs-Befehle seiner Frau per SMS erhielt: „BBM heißt ‘Bring Brot mit’, AOK – ‘Aber ohne Körner’“.

Nicht mit dem Einkaufswagen, sondern mit dem Rollator schoben „die zwei von der Stadtmauer“ auf die Bühne und brachten die närrischen Gäste mit einer musikalischen Liebesgeschichte zum Mitklatschen.

Das Miteinander und Gegeneinander von Mann und Frau nahmen auch die „Rüthener Klageweiber“ aufs Korn, die ihren Männer nur aus einem Grund Kraft und Stärke wünschten – damit sie den Mülleimer raus tragen können.

Kraft für den Kirchenbesuch schafft übrigens ein ganz besonderes Training: Die Gymnastik der kfd. Ganz geschwind zeigten die Frauen ein paar Tipps, die nützlich sind – egal, ob man den Klingelbeutel weiter reichen oder über die Füße der Sitzenden steigen muss, um auf seinen Platz zu gelangen.

Noch nicht als Mittel zum Abnehmen entdeckt hatten Inge und Bärbel den Sport, vielmehr sollte der hohe Cholesterin-Spiegel die Pfunde purzeln lassen. „Woher soll der Arzt wissen, wie hoch mein Spiegel hängt?“ konnte sich Inge über die Ausführungen ihrer Freundin nur wundern.

Vielleicht hätte Monika Schrewe als moderne Ärztin da weiter helfen können. Schließlich ist sie zugelassen für alle Kassen – außer der Spar- und Darlehenskasse.

Auch musikalisch kamen die Senioren voll auf ihre Kosten. „Heidis Erben“ kamen von den „blauen Bergen“ und ließen die Oma im Hühnerstall Motorrad fahren und Jürgen Drews baute zusammen mit den Mallorca-Touristen ein Schloss, das in den Wolken liegt.

Auch die Mini-Garde der Karnevalsgesellschaft Rüthen begeisterte die Senioren mit ihrem Ausflug ins Schlumpfenland. Und wen es da noch auf den Stühlen hielt, den animierte Christa Mertens mit Stimmungsliedern zum Mitschunkeln.

Tanja Frohne

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