Güllebehälter abgelehnt

Rüthen..  Sauer aufgestoßen ist bei den Politikern des Bauausschusses ein Antrag zur Aufschüttung eines Erdwalls im Bereich Hankerfeld. „Schon wieder der gleiche Fall“, erboste sich Ditmar Kruse für die SPD. Denn es geht nicht um eine Planung – der Wall ist bereits da. Kruse: „Wir sollen immer wieder nur nachträglich entscheiden.“

Stadtplaner Joachim Heidrich betonte, dass der Erdwall gar nicht groß sei (und angelegt wurde, um nach Aushubarbeiten die Abfuhrkosten zu sparen), aber es gehe „ums Prinzip“.

Rüthens Bürgermeister Peter Weiken wiederum stellte klar, dass – sofern das Vorhaben genehmigungsfähig sei – eine nachträgliche Genehmigung machbar sei. Allerdings riskiere der Bauherr ein Bußgeld der Aufsichtsbehörde.

Pflegemaßnahme als Auflage

Doch „als erzieherische Maßnahme“ das Einvernehmen zu versagen, das wollten die Politiker dann doch nicht. Stattdessen gaben sie dem Antrag statt – aber mit der Auflage, dass sich der Eigentümer um pflegerische Maßnahmen auf dem Wall kümmern muss.

Kein Einvernehmen gibt es hingegen für den Bau eines Güllehochbehälters am Meister Weg im Bereich Spitze Warte. Dort gibt es einen (einfachen) Bebauungsplan. Das habe planungsrechtlich zur Folge, dass außerhalb der festgesetzten Flächen Bauten unzulässig sind. Außerdem liegt der in Rede stehende Bereich innerhalb einer Vorrangzone für Windkraftanlagen.

Wie Heidrich erläuterte, könne das Vorhaben ohne planerische Anpassungen gar nicht genehmigt werden. Diese aber wollten die Politiker nicht vornehmen.

Der Behälter sollte einen Durchmesser von 23 Metern und eine Höhe von fünf Metern haben – somit Platz für 2077 Kubikmeter Gülle.