„Großer Gewinn, die Bibel auszustellen“

Froh ist Manfred Wagner, Vorsitzender des Förderkreises der St.-Johannes-Kirche, dass „die Bibel, an der wir sehr hängen, bei der Gestaltung des Innenraumes eine zentrale Rolle spielen wird“. Deren Restaurierung voran zu treiben, war das zentrale Projekt des Förderkreises 2014, stellt sie doch eine besondere Kostbarkeit dar. 1534 wurde die Dietenberger-Bibel gedruckt – in kleiner Auflage. „Wie viele gedruckt wurden, wissen wir nicht, nur, dass heute nur noch weniger als 20 Exemplare existieren“, erläuterte Wagner. „Wir sind der Überzeugung, dass es für Suttrop ein großer Gewinn ist, sie hier auszustellen.“

Keine Widerstände habe es aus der Akademischen Bibliothek gegeben, den Suttropern die Dietenberg-Bibel auszuhändigen, betonte Dechant Thomas Wulf. Ganz im Gegenteil werde man seitens der Diözese sehr gut unterstützt.

Das Buch, das sich derzeit zur Restaurierung in den Niederlanden befindet, sei in einem relativ schlechtem Zustand, vor allem, was den Einband betreffe. „Sie ist durch die Zeit der Jahrhunderte geprägt.“ Überrascht sei er gewesen, dass die Erneuerung des Einbandes und der einen oder anderen Seite dennoch günstiger werde als gedacht: „Die Firma hat unter 3000 Euro veranschlagt.“ Der Antrag auf Kostenzuschuss sei gestellt.

Virtuell durch Buch blättern

Dem Buch zur Seite gestellt werden soll ein Bildschirm, mit dessen Hilfe man virtuell durch das Buch blättern kann. „Das wird etwas mehr kosten“, befürchtet Wagner.

Um die Restaurierung schultern und die Innenrenovierung der Kirche unterstützen zu können, will der Förderkreis neue Mitglieder gewinnen. Werben kann man mit zahlreichen Projekten, die seit der Vereinsgründung vor 27 Jahren unterstützt wurden. Fördermittel von 230 000 Euro habe man in dieser Zeit akquiriert, erläuterte Wagner. Mit 33 000 Euro schlug die Orgelrenovierung zu Buche, die Restaurierung des Kreuzweges mit 34 000 Euro.

Neben dem Bibel-Projekt stand das Adventskonzert im Mittelpunkt, dieses fand zum 14. Mal statt. „Wir sind schon in den Vorbereitungen für das nächste Konzert“, erklärte der Vorsitzende. Da eine Woche zuvor die Nacht der offenen Kirchen stattfindet, will man sehen, inwiefern man dort verwendete Technik, wie Mikrofone, mit verwenden könnte.

Wiedergewählt von der Versammlung wurden der 2. Vorsitzende Ludger Kückelhaus und Kassierer Bernhard Meyer, beide seit 1988 im Amt. Ein Nachfolger – wohl aus dem Kirchenvorstand – soll für Beisitzer Udo Rickert gesucht werden, der in die Schweiz gezogen ist.