Grenzweg wird noch 2015 ausgebaut

Am pfützenübersäten Grenzweg in Warstein - so soll es bald nicht mehr sein.
Am pfützenübersäten Grenzweg in Warstein - so soll es bald nicht mehr sein.
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Der Hick-Hack um den Ausbau des Grenzweges findet offenbar ein versöhnliches Ende. Und das wohl noch dieses Jahr.

Sichtigvor/Allagen..  Die unendliche Geschichte scheint tatsächlich ein Ende zu finden. Noch in diesem Jahr könnte der Ausbau des Grenzweges wie gewünscht unter Regie der Anwohner erfolgen. Die Verwaltung will nach Möglichkeit in dieser Woche, auf jeden Fall aber noch im Mai, mit den Anwohnern einen entsprechenden Vertrag unterzeichnen.

Der Inhalt: Der Grenzweg wird im Sichtigvorer Bereich ausgekoffert, bekommt einen „Unterbau nach Regelwerk“, gewissermaßen einen „abgespeckten Vollausbau“ – so nennt es Kämmerer Florian Beutler. Damit soll das seit Jahren bekannte Problem des ablaufenden Regenwassers an dieser Stelle gelöst werden: Momentan staut sich dieses in den Vertiefungen auf dem Grenzweg, unmittelbar vor dem Häusern im Sichtigvorer Teil der Straße. Seit 2011 versuchen die Anwohner mit ihrem Vorschlag einer „Zwischenlösung“ an dieser Stelle einen Kanal zur Ableitung des Oberflächenwassers bauen zu lassen – auf eigene Kosten. Genau das wird jetzt passieren, wenn der Vertrag von beiden Seiten unterzeichnet ist. „Die Stadt wird mit allen Anwohnern einen Vertrag abschließen, der klar regelt, wer welche Kosten trägt, wo die Verantwortlichkeiten liegen“, erklärt Florian Beutler.

Die Kosten für den Straßenausbau liegen komplett bei den Anliegern; die Stadt zahlt lediglich die Wasserleitungen und das Kanalstück im Sichtigvorer Teil. Im Allagener Teil wird es anders als ursprünglich von der Verwaltung vorgesehen keine Kanalbauarbeiten geben. „Hier wird lediglich eine neue Asphaltschicht aufgetragen“, so Beutler. Damit fällt auch die Herstellung des Trennsystems im Abwasserbereich zunächst weg. „Die Herstellung dieses Systems zieht sich über mehrere Jahre hin. Dadurch, dass es nun nicht im Rahmen des Ausbaus passiert, rückt der Grenzweg in der Herstellung des Trennsystem nach hinten“, meint Beutler.

Anwohner wollen sofort beginnen

Die Anwohner haben bereits Angebote eingeholt, stehen gewissermaßen in den Startlöchern. „Wenn das jetzt so tatsächlich klappt, freut uns das natürlich“, so Anwohner-Sprecher Walter Eilhard gegenüber der WP. Die Anwohner wollen so schnell wie möglich mit dem Ausbau beginnen, um ein erneutes Eintreten der „Sichtigvorer Seenplatte“, wie sie den Zustand ihrer Straße bei Regenwetter nennen, zu verhindern. „Es wäre gut, wenn wir das vor dem Winter hinbekommen“, so Eilhard, „im Oktober macht man solche Arbeiten auch nicht mehr.“