Grenzweg-Diskussion steht vor Abschluss

Sichtigvor/Allagen..  Die schon als unendlich geltende Geschichte rund um den Grenzweg scheint nun tatsächlich auf die Zielgerade einzubiegen: In der Ratssitzung am Montag, 22. Juni, soll der Vertrag über einen Ausbau der Straße unter Regie der Anwohner auf den Weg gebracht werden.

Nach langem Hin und Her und vielen Gesprächen kommt es damit zu der von den Anwohnern seit Jahren geforderten Baumaßnahme, die den Wasserstau auf der Straße künftig verhindern soll (wir berichteten). Die Anlieger werden einen Vertrag über diese so genannte „Zwischenlösung“ des Straßenausbaus schließen. Die wesentlichen Eckpunkte seitens der Verwaltung sehen darin Folgendes vor:
Die Zwischenlösung wird in Regie und auf Kosten der Eigentümer der anliegenden bebauten und bebaubaren Grundstücke realisiert.
In einem Teilstück des Grenzweges (ab Grenzweg 22 bis zum Einmündungsbereich „Zur Vogelstange“) wird die Wasserleitung erneuert. Die Kosten dafür übernehmen die Stadtwerke Warstein, mit Ausnahme der Kosten für die Asphaltierungsarbeiten.
Der Regenwasserkanal im Sichtigvorer Teilabschnitt wird verlängert, um die anliegenden Grundstücke sowie die Straßenoberfläche zu entwässern. Hierfür zahlen die Anlieger den Stadtwerken einen Pauschalbetrag von 10 287,20 Euro.
Die Anlieger übernehmen die Kosten, die der Stadt bisher durch die Zwischenlösung entstanden sind. Dies sind 12 153,15 Euro für Vermessungs- und Ingenieurleistungen sowie 1878,29 Euro für die Straßenbeleuchtung.
Die Anlieger regeln die Finanzierung untereinander, dabei wirkt die Stadt nicht mit. Gegenüber der Stadt haften die Anlieger als Gesamtschuldner.
Die Stadt sieht von einer erstmaligen Herstellung des Grenzweges als Erschließungsanlage bis zum Jahr 2028 ab.
Sollten bis dahin Unterhaltungsarbeiten erforderlich werden, weil der Grenzweg nicht regelgerecht ausgebaut worden ist, tragen die Anlieger die dafür aufzuwendenden Kosten.

Die Anlieger des Grenzweges haben bereits am Donnerstag über den Vertragsentwurf beraten. „Wir stehen dahinter. Der Inhalt des Vertrages war im Vorfeld mit uns abgestimmt worden“, erklärte Anlieger-Sprecher Walter Eilhard auf Anfrage der WP, „jetzt wollen wir natürlich möglichst schnell mit dem Bau beginnen.“