Göddes Planspiel für den Sparkassen-Platz

Sparkasse, Warstein, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Europa
Sparkasse, Warstein, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Europa
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Die Überlegungen im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes für Warstein sind um eine Idee reicher: Der Abriss des ehemaligen Sparkassen-Gebäudes ist laut dem Planungsbüro Junker und Kruse „eine Idee, die ihren Reiz hätte“.

Warstein.. Ab Sommer 2016, wenn die Krankenkasse Barmer GEK absehbar ihre Büros im Obergeschoss räumt (wir berichteten), befindet sich lediglich der Textilhändler „family“ noch in dem Gebäude. „Dann steht wieder viel leer und gleichzeitig kostet es die Sparkasse Geld. Das kann man lösen, wenn man das Gebäude abreißt und Platz für eine schöne Wäster-Umgebung schafft“, meint Bürgermeister Manfred Gödde.

Auf ihn geht die Idee zurück, die er bereits dem Vorstand der Sparkasse als auch Ulla Budeus vom gleichnamigen Reisebüro vorgestellt hat. Das nämlich grenzt mit seinem Gebäude unmittelbar an den Komplex, den Gödde abreißen lassen will.

„Das müsste dann auch weg, damit man nicht so eine Restecke da stehen hat“, meint Gödde, „dann bekämen wir einen tollen Bereich rund um die Wäster und gleichzeitig wäre die heutige Sparkasse als prominentes Gebäude an diesem Platz sichtbar.“ Die Wäster als prominenten Baustein in das Integrierte Handlungskonzept einbeziehen – das möchte auch das Planungsbüro Junker und Kruse.

Wäster mehr in die Stadt integrieren

Als die Stadtplaner Ende 2014 ihr Konzept für die Kernstadt vorstellten, spielte die Wäster gerade im Sparkassenbereich bereits eine große Rolle (siehe Infobox). Göddes weitergehender Idee ist man im Dortmunder Planungsbüro nicht abgeneigt. „Das hätte sicherlich seinen Reiz“, meint der zuständige Diplom-Ingenieur Andreas Mayer, „es könnte eine Möglichkeit sein, den Raum dort schöner zu gestalten. Allerdings kann ich mir Parkplätze anstelle des Gebäudes gar nicht vorstellen. Ich reiße doch kein Gebäude ab, um Parkplätze zu schaffen, wenn ich direkt daneben einen Fluss habe.“ Der Fluss sei etwas Schönes, das die Stadt unbedingt nutzen müsste. Ob dazu das Sparkassengebäude tatsächlich abgerissen werden müsste, sieht Mayer zweischneidig: „ Zugegeben, das Gebäude ist kein richtiges Schmuckstück. Und als Leerstand wird es auch nicht schöner. Andererseits muss man auch sehen, dass ein bisschen Dichte an diesem Ort gar nicht so schlecht ist.“ Wenn sich eine gute Nutzung für das Gebäude finden ließe, dann sei es sicherlich gut in die Umgebung der Wäster zu integrieren.

Kreisverkehr an der Range?

Manfred Gödde indes ist überzeugt, mit dem Abriss nur positive Effekte für alle Beteiligten zu erzielen: „family und Budeus bekommen wir auch an anderer, nicht minder attraktiver Stelle in der Stadt gut unter. Die Sparkasse ist auch nicht abgeneigt. Wir bekämen eine tolle Sicht an dieser Stelle.“ Göddes Überlegungen gehen sogar noch einen Schritt weiter: „Wieso machen wir dann nicht sofort einen Kreisverkehr an die Kreuzung Rangestraße/Hauptstraße? Mit Blick auf die B 55n würde das Sinn machen.“

Junker und Kruse wird Göddes Vorschlag nun als „gleichberechtigten Baustein“ ihrer Planungen prüfen.